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Preisgeld-Streit in Wimbledon: Uneinigkeit bei Spielern
Preisgeld-Streit in Wimbledon: Uneinigkeit bei Spielern / Foto: KIRILL KUDRYAVTSEV - SID

Preisgeld-Streit in Wimbledon: Uneinigkeit bei Spielern

Die Debatte um das Preisgeld hält auch in Wimbledon an - doch die Tennisprofis zeigen vor dem Start des Rasenklassikers weniger Einigkeit als noch wenigen Wochen zuvor bei den French Open. Während sich Alexander Zverev und die Weltranglistenersten Aryna Sabalenka und Jannik Sinner bislang daran hielten, der Presse in der ersten Woche nur 15 Minuten zur Verfügung zu stehen, entschied sich der US-Amerikaner Ben Shelton dazu, "dem Medientag vor dem Turnier mehr Zeit zu widmen, weil Wimbledon ein ganz besonderer Ort ist".

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Die Veranstalter hätten der Nummer fünf der Welt in seinem ersten Jahr auf der Tour "geholfen und mich hier immer gut behandelt", begründete Shelton seine Entscheidung: "Ich finde, sie haben sich Mühe gegeben, was sich in der Erhöhung des Preisgeldes in diesem Jahr widerspiegelt." Auch der Australier Alex de Minaur lobte laut einem Bericht der britischen Nachrichtenagentur Press Association den signifikanten Anstieg der Wimbledon-Prämien um 20 Prozent und stand den Medien vor Beginn des Turniers voll zur Verfügung, um "diesen großen Schritt" zu würdigen.

"Jeder möchte mehr Geld, egal in welchem Beruf", sagte der Brite Cameron Norrie, der nicht an dem Protest beteiligt ist. Aber "eine Steigerung um 20 Prozent innerhalb eines Jahres ist absolut enorm. Wenn man es etwas aus der Distanz betrachtet, kann ich mich wirklich glücklich schätzen, hier spielen zu dürfen."

Zwar lobten auch Sabalenka und Sinner die Erhöhung, doch in ihren Augen muss mehr passieren. Schließlich sind noch immer nicht die 16 Prozent der Turniereinnahmen erreicht, die die Spielerinnen und Spieler in diesem Jahr von den Grand Slams fordern.

"Wir versuchen einfach, für etwas Größeres zu kämpfen, für andere Spieler", sagte Sabalenka: "Ich hoffe wirklich, dass wir uns endlich an einen Tisch setzen und die Sache unter Dach und Fach bringen können, um zu einer Einigung zu kommen, mit der alle zufrieden sind. Hoffentlich müssen wir das nie wieder tun."

Auch die deutsche Hoffnung Eva Lys "unterstütze" alle Teilnehmenden des Protests. "Ich habe eine E-Mail bekommen, ich bin aufgeklärt, und ich beteilige mich auch daran", sagte die Weltranglisten-76. am Sonntag: "Als Spielerin oder Spieler gehört zu werden von den großen Turnieren, ist ganz wichtig."

Es gebe nun "langsam Besserung", sagte die 24-Jährige: "Es sind halt einmalige Erhöhungen des Preisgeldes. Wir wollen natürlich weiterhin für unser Recht einstehen."

C.Cassis--PC