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Lineker: "Deutschland lebt in der Vergangenheit"
"Fußball", sagte Gary Lineker in der Zeit großer DFB-Erfolge, "ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen die Deutschen." Doch das ist längst vorbei - und auch mit dem Respekt der englischen Stürmerlegende vor dem Erzrivalen ist es nicht mehr weit her.
"Ich glaube – auch wenn ich mich irren kann –, dass dies eine der schwächsten deutschen Nationalmannschaften ist, die ich je gesehen habe", sagte Lineker dem französischen Fachblatt L'Équipe. Sollte es bei der WM im Achtelfinale tatsächlich zu einem Duell des viermaligen Weltmeisters mit Frankreich kommen, könnten Les Bleus "problemlos ins Viertelfinale einziehen".
Warum das so ist? Deutschland lebe "in der Vergangenheit", sagte Lineker und urteilte vernichtend: "Man darf nicht vergessen: Bei den letzten beiden Weltmeisterschaften sind sie nicht einmal über die Gruppenphase hinausgekommen. Ich glaube also", fügte er lachend an, "man kann ruhig schlafen".
Kai Havertz findet das absolut nicht witzig. "Jeder kann seine Meinung haben", sagte der in England beim FC Arsenal spielende DFB-Stürmer und ergänzte spitz: "Klar, bei so einem Turnier fangen viele Leute an, über einen zu sprechen. Ich glaube, da hört keiner groß hin. Wir haben schon viele Experten in unserem eigenen Land – wenn es in anderen Ländern auch anfängt, dann reicht es irgendwann mal. Es ist immer einfach, von außen auf uns einzuhauen. Aber mich interessiert das wirklich null."
Seinen legendären Spruch hatte Lineker übrigens schon 2022 aktualisiert. Ja, die Deutschen gewännen immer - "wenn sie es durch die Gruppenphase schaffen", sagte er damals. Dies ist nun ja erstmals seit dem Triumph 2014 wieder der Fall ...
P.Queiroz--PC