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Hummels: "Es muss sich auf der Trainerposition etwas ändern"
Der frühere Weltmeister Mats Hummels hat so deutlich wie kaum ein anderer Experte vor ihm die Entlassung von Fußball-Bundestrainer Julian Nagelsmann gefordert. "Wenn man die ganze Faktenlage gerade so sieht, würde ich sagen: Es muss sich auf der Trainerposition etwas ändern", sagte Hummels am Dienstagabend bei MagentaTV, räumte allerdings ein, bei der Bewertung befangen zu sein.
"Ich bin natürlich von der Geschichte um die Heim-EM 2024 beeinflusst", sagte Hummels, "da ist nicht alles sehr fair und ehrlich mit mir gelaufen. Das müssen wir irgendwann nochmal in einem privaten Gespräch aufräumen. Das ist bisher nicht passiert. Deswegen bin ich logischerweise emotional in eine Richtung gedrängt." Vor zwei Jahren hatte Nagelsmann Hummels nicht für die Europameisterschaft im eigenen Land berücksichtigt.
Hummels sparte am Tag nach dem WM-Aus der deutschen Mannschaft gegen Paraguay (3:4 im Elfmeterschießen) nicht mit Kritik am Trainer. "Ich fand auch, dass er zu schmallippig war und manchmal ein bisschen patzig rüberkam. Das ist so, das lässt sich nicht von der Hand weisen", sagte er: "Das ist eine große Baustelle, die er auch in den nächsten Jahren für sein Trainer-Dasein vor allem auf so einer großen Bühne noch verbessern muss."
Der 37-Jährige fordert eine Analyse: "Was war in den knapp vier Jahren Amtszeit richtig gut und was nicht so gut? Dann werden Entscheidungen getroffen." Hummels kam zu dem Schluss: "Es ist schon irgendwo schwer vorstellbar, dass es so weitergehen soll."
Nagelsmann (38) hatte nach der Niederlage angekündigt, nicht zurücktreten zu wollen. "Ich bin keiner, der wegläuft. Ich stehe bereit, wenn der DFB das möchte", sagte er. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) spielt auf Zeit. "Wir können und wollen nach einem derartigen Tiefschlag mit Blick auf die anstehenden Aufgaben nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", sagte Präsident Bernd Neuendorf.
F.Cardoso--PC