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Nach 0:2-Rückstand: Messis Argentinier kämpfen sich zum Sieg
Lionel Messi ist mit einem blauen Auge davongekommen und kann dank ganz später Tore doch noch vom nächsten WM-Triumph träumen. Seine Argentinier lagen im Achtelfinale gegen Ägypten lange zurück, retteten sich aber mit einem 3:2 (0:1) nach 0:2-Rückstand in die nächste Runde.
Cristian Romero (79.), Messi selbst mit seinem 21. WM-Tor (83.) und Enzo Fernández (90.+2) schossen den Weltmeister in der Schlussphase doch noch ins Viertelfinale von Kansas City. Dort geht es am Sonntag (3.00 Uhr MESZ/MagentaTV) gegen die Schweiz oder Kolumbien.
Danach hatte es in Atlanta lange nicht ausgesehen - auch weil Messi einen Foulelfmeter verschoss (21.). Die Argentinier bissen sich immer wieder die Zähne am überragenden Torhüter Mostafa Shobeir aus und liefen lange einem Rückstand hinterher.
Yasser Ibrahim (15.) sorgte mit seinem Kopfballtreffer für den ersten Rückstand Argentiniens während der WM. Der Titelverteidiger hätte kurz darauf ausgleichen können, doch Messi scheiterte an Shobeir - bereits gegen Österreich hatte der Superstar einen Strafstoß vergeben. Als Argentinien wütend auf den Ausgleich drängte, schlug Mostafa Ziko (67.) nach einem Konter zu.
Wie bereits beim zähen Erfolg im Sechzehntelfinale gegen Kap Verde lahmte das Offensivspiel der Argentinier lange. Die Kombinationen waren zu langsam, und als Messi einmal in aussichtsreicher Position an den Ball kam, wurde er abgedrängt (9.).
Ägyptens Trainer Hossam Hassan hatte "kein leichtes Spiel" für die Argentinier versprochen, und sein Team setzte die forsche Ansage zunächst eindrucksvoll um. Die Nordafrikaner hatten mehr vom Spiel, verteidigten Messi oftmals mit mehreren Spielern und liefen die Lücken fleißig zu.
Dann schlug Ibrahim nach einer Ecke zu und belohnte die Ägypter für eine sehr starke Anfangsphase. Doch in der Defensive offenbarten sie einige Schwächen, wenn Argentinien mit etwas mehr Schwung kombinierte. Als Nicolás Tagliafico in den Strafraum stürmte, konnte ihn Haissem Hassan nur per Foul stoppen - doch Messi ließ die große Ausgleichschance vom Punkt liegen.
Der Fehlschuss rüttelte die Argentinier wach. Sie drängten nun auf den Ausgleich, scheiterten aber immer wieder am famosen Shobeir. Der Torhüter parierte stark gegen Alexis Mac Allister (28.) und noch stärker gegen Julián Álvarez (39.). Messi hatte dazwischen einen Freistoß aus der Distanz an den Pfosten geschossen (31.). Ägypten fand kaum Entlastung, verteidigte geschlossen ganz tief in der eigenen Hälfte.
Der Spielverlauf blieb nach der Pause identisch: Argentinien wollte den Ausgleich erzwingen, rannte an, fand aber zu selten Lücken. Messi war nun auch mehr ins Kombinationsspiel eingebunden, doch Ägypten verteidigte leidenschaftlich - und erzielte das vermeintliche 2:0. Doch der Treffer von Ziko (58.) wurde wegen eines Foulspiels nach Sichtung der Videobilder zurückgenommen. Wenig später gab es bei seinem Tor aber keine Zweifel.
Bei der letzten Trinkpause schworen sich die Ägypter nochmals auf die heiße Schlussphase ein. Messi und seine Kollegen warteten ungeduldig auf die Fortsetzung - und meldeten sich eindrucksvoll zurück.
P.Queiroz--PC