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Tuchel verteidigt Mauertaktik: "Ich übernehme Verantwortung"
Thomas Tuchel hat seine viel diskutierten Entscheidungen beim Aus von England im WM-Halbfinale gegen Weltmeister Argentinien (1:2) abermals verteidigt. "Ich bereue nichts, ich habe versucht, meinem Team zu helfen. Ich habe auf meine Erfahrung, meinen Instinkt und meinen Wettbewerbsgeist vertraut", sagte Tuchel bei der Pressekonferenz, bei der er eigentlich über das Spiel um Platz drei gegen Frankreich am Samstag (23.00 Uhr/ARD und MagentaTV) sprechen sollte.
"Ich übernehme die persönliche Verantwortung für diese Entscheidungen. Die Entscheidungen werden unter Stress getroffen", fügte Tuchel an: "Wenn ihr jemanden braucht, den ihr beschuldigen könnt, ich bin der Cheftrainer."
Am Mittwoch in Atlanta hatte England gegen Argentinien mit 1:0 geführt, dann aber zog sich das Team weit zurück. Tuchel wechselte drei Defensivspieler ein, um die Führung über die Zeit zu retten. Doch dies gelang nicht, England schied nach späten Gegentreffern noch aus. Tuchel erhielt für seine Taktik heftige Kritik.
"Es ist unsere Narbe, die wir tragen, als Trainer, als Spieler. Es ist eine sehr schmerzhafte Niederlage, die wir tragen müssen, nicht die Kritiker, nicht die Experten", sagte der Deutsche: "Es schmerzt, und es wird auch noch lange schmerzen. Wir haben gehofft und geträumt."
Für England geht es nun in Miami um einen versöhnlichen Abschluss des Turniers. "Es ist ein offizielles Spiel, ein großes Spiel gegen eines der besten Teams der Welt", sagte Tuchel: "Wenn wir das Spiel gewinnen, haben wir das beste Ergebnis bei einer WM seit 60 Jahren erreicht." 1966 hatte England bei seiner einzigen Finalteilnahme den Titel geholt.
Dennoch betonte der 52-Jährige erneut, dass dieses Spiel "niemand spielen" wolle. Frankreich war in seinem Halbfinale an Europameister Spanien (0:2) gescheitert, der nun am Sonntag (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) Weltmeister Argentinien im Endspiel fordert.
A.F.Rosado--PC