-
Polizei startet Großeinsatz zu Castortransport durch Nordrhein-Westfalen
-
Medien: Justiziar Heveling soll neuer Präsident des Bundesrechnungshofs werden
-
Chile entzieht Bachelet Unterstützung für Kandidatur als UN-Generalsekretärin
-
Armee: Russland greift Ukraine tagsüber mit über 400 Drohnen an - Mindestens zwei Tote
-
Reiche: Bei längerem Iran-Krieg könnte Treibstoff knapp werden
-
"Terror"-Ermittlungen nach Autobrand in jüdischem Viertel von Antwerpen
-
Katalonien: Cort Nielsen siegt - Lipowitz und Co. schonen Kräfte
-
CDU in Rheinland-Pfalz lädt SPD zu erstem Sondierungsgespräch für Donnerstag ein
-
Ausgeriestert: Koalition stellt neue private Altersvorsorge vor
-
Pistorius: Deutschland übernimmt Führung von Nato-Marineverband im Nordatlantik
-
Unternehmer ausgespäht: Zwei mutmaßliche Russland-Spione festgenommen
-
Grüne und CDU führen nach Landtagswahl in Baden-Württemberg Sondierungsgespräche
-
"Doppelspitze klappt nicht": Jusos zweifeln an Klingbeil und Bas
-
Niedersachsen: 13-Jährige nach Angriff durch Vater weiterhin in Lebensgefahr
-
Zwei mutmaßliche Russland-Spione in Deutschland und Spanien festgenommen
-
Afghanistan lässt inhaftierten US-Bürger frei
-
Ermittler entdecken Cannabisplantage mit hunderten Pflanzen in Brandenburg
-
Posttraumatische Belastungsstörung von Leichenumbetter kann Berufskrankheit sein
-
Koalition einigt sich auf neue private Altersvorsorge
-
Ifo: Deutscher Pass bei Geburt senkt Kriminalität migrantischer Jugendlicher
-
Spitzen der Unionsfraktion auf Distanz zu Steinmeiers Äußerungen zu Iran-Krieg
-
Nasa setzt Pläne für Mond-Raumstation Gateway aus
-
Nach Fund von Leiche in niedersächsischer Firma: Tatverdächtiger stellt sich
-
In Italien anerkannter Flüchtling bekommt nicht automatisch Aufenthaltstitel
-
36-Jähriger tot in Berliner Kleingarten entdeckt - Verbrechen nicht ausgeschlossen
-
Tödlicher Arbeitsunfall in Sachsen-Anhalt: 52-Jähriger erleidet Stromschlag
-
Landtagswahl in Schleswig-Holstein findet am 18. April 2027 statt
-
Brigitte Macron nimmt an Kinderschutz-Podium von Melania Trump teil
-
US-Außenminister Rubio nimmt an G7-Treffen zum Iran nahe Paris teil
-
Parlamentswahl in Dänemark: Ministerpräsidentin Frederiksen gilt als Favoritin
-
Gestrandeter Wal in Lübecker Bucht: Weitere Rettungsaktion geplant
-
Iran-Krieg: Gegenseitige Angriffe gehen weiter - Israel will im Libanon vorrücken
-
Erstes Boot von internationaler Hilfsflotte für Kuba erreicht Havanna
-
Mercedes neuer elektrischen VLE, Preis und Leistung?
-
AfD-Spitze zieht Ausschlussantrag gegen Jugend-Funktionär Dorow zurück
-
"Geschenk" von Odermatt: Braathen gewinnt Riesenslalom-Kugel
-
Regisseur Wim Wenders bekommt als "Ikone des Weltkinos" Ehren-Lola
-
Bis zu zwei Jahre Haft für Deepfakes und stärkere Persönlichkeitsrechte geplant
-
Jobs nur für Kirchenmitglieder: Jahrelanger Streit wird im Mai erneut verhandelt
-
Lasterfahrer setzt auf Rastplatz in Baden-Württemberg Kanarienvogel "zum Lüften" aus
-
Hundewelpen zu früh von Mutter getrennt: Berliner Gericht untersagt Tierhaltung
-
Millionenbetrug mit Coronatests: Baden-Württemberger zu mehrjähriger Haft verurteilt
-
Zwei Festnahmen wegen großangelegten Betrugs mit Onlineretouren
-
Studie: Riester-Reform benachteiligt Haushalte mit geringem Einkommen
-
WM-Ticketpreise: Fan-Organisation attackiert FIFA
-
Nach Tötung von Laridschani: Iran ernennt neuen Chef des Sicherheitsrates
-
Mysteriöse Hinweise lassen Céline-Fans auf Konzert in Paris hoffen
-
WM 2026: Fan-Organisation und Verbraucherschützer reichen Beschwerde gegen Fifa ein
-
Umfrage: Künstliche Intelligenz wird zunehmend zum Beziehungscoach
-
Stromnetzanschlag im September: Razzia in Berlin und anderen Städten
Klimaklage von peruanischem Bauern gegen RWE: Richter skeptisch
In der Verhandlung um die Klimaklage von Saúl Luciano Lliuya gegen den Energiekonzern RWE vor dem Oberlandesgericht Hamm hat der peruanische Kleinbauer den Vorsitzenden Richter zunächst nicht mit seinen Argumenten überzeugen können. Eine konkrete Gefahr für das Grundstück Lliuyas in den Anden sehe er "aktuell noch nicht", sagte Richter Rolf Meyer am Mittwoch, dem zweiten Verhandlungstag. Gehört wurden Gutachter zur Gefahr, das Grundstück könne überflutet werden.
Landwirt Lliuya fordert von RWE, sich an Kosten für Schutzmaßnahmen vor der Überflutung seines Hauses in der Stadt Huaraz zu beteiligen. Dort wird befürchtet, dass der Andensee Palcacocha oberhalb der Stadt wegen einer Gletscherschmelze überlaufen und eine Flutwelle auslösen könnte. RWE als einer der größten Treibhausgasemittenten Europas sei dafür mitverantwortlich, argumentiert Lliuya. Unterstützt wird er von der Organisation Germanwatch.
Vor Gericht ging es am Montag und Mittwoch vor allem darum, ob es überhaupt eine hinreichende Gefahr gibt, dass eine Flutwelle das Haus des Klägers trifft. Der Gutachter des Gerichts, Rolf Katzenbach, hält das für "absolut unwahrscheinlich", wie er sagte. Die Wahrscheinlichkeit bezifferte er zunächst auf unter drei Prozent, am Mittwoch dann auf nur noch ein Prozent.
"Wir haben uns sehr gewundert über die Absolutheit der Aussagen", sagte Lliuyas Anwältin Roda Verheyen vor Verhandlungsbeginn am Mittwoch. "Wir haben ja von Anfang gesagt, dass der Gutachter eine Methode gewählt hat, mit der er praktisch auf einem Auge sich blind macht" für bestimmte Gefahren, kritisierte sie.
Die Klägerseite warf Katzenbach vor, sich zu sehr auf die Gefahr von Eislawinen zu konzentrieren und Felsstürze außer Acht zu lassen. Zudem konzentriere sich der Gutachter zu sehr auf die Vergangenheit. Es sei aber nötig, einen Faktor "für die Zukunft" anzuwenden, sagte ein Gutachter des Klägers, Lukas Arenson. Permafrost werde in den kommenden Jahren zunehmend abtauen und könne die Stabilität der Felsen gefährden.
Eine Delegation des Gerichts reiste 2022 eigens nach Peru, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Es sei wichtig, die Begebenheiten in den Anden zu kennen, betonte Richter Meyer. Eine Gefahr für das Haus des Klägers müsse "greifbar" und "fassbar" für das Gericht sein. Eine abstrakte Gefahr durch den Klimawandel genüge nicht.
Verheyen zeigte sich vor Verhandlungsbeginn am Mittwoch zuversichtlich, dass das gelingt. Sie sei "weiterhin optimistisch", die vom Kleinbauern und Bergführer angeführte Gefahr einer Flutwelle wegen des Klimawandels "vermittelt" zu bekommen, sagte sie. "Wir werden heute mit unseren Gutachtern versuchen, das zu belegen."
Der RWE-Konzern weist die Vorwürfe grundsätzlich zurück und argumentiert unter anderem, sich immer an staatliche Vorgaben für Treibhausgasemissionen gehalten zu haben. Inzwischen verfolge das Unternehmen auch das Ziel, bis 2040 CO2-neutral zu werden. Zu den konkreten Verhandlungen wollte sich das Unternehmen nicht äußern.
Lliuya hatte seine Klage schon 2015 vor dem Landgericht Essen eingereicht, das sie aber ablehnte. In Berufung errang er dann einen Teilerfolg: Ende 2017 ordnete das Oberlandesgericht Hamm eine Beweisaufnahme an, da die Klimaklage schlüssig begründet sei. Einen Antrag von RWE dagegen wies das OLG zurück. Auch wegen der Corona-Pandemie deutlich verzögert reiste schließlich 2022 eine Gutachterdelegation nach Peru. Mit einem Urteil wurde am Mittwoch nicht gerechnet.
F.Carias--PC