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EU-Parlament beschließt Recycling-Regeln für Autos
Autos sollen in der Europäischen Union künftig leichter in ihre Einzelteile zerlegt und so repariert oder recycelt werden. Das Europaparlament beschloss am Donnerstag in Straßburg, dass Autobauer ihre Fahrzeuge künftig so bauen müssen, dass einzelne Teile leichter ausgebaut und ersetzt werden können. Das Gesetz verschärft außerdem die Auflagen für die Entsorgung von Schrottautos.
Es sieht einen Mindestanteil für recyceltes Plastik in Neuwagen vor, der in den kommenden Jahren schrittweise auf bis zu ein Viertel steigen soll. Die Regelung gilt auch für Lastwagen, Motorräder und Spezialfahrzeuge und soll die europäische Recycling-Industrie ankurbeln. Die EU-Kommission prüft, ob sie in Zukunft ähnliche Vorgaben für Stahl, Aluminium und andere Rohstoffe macht.
Das Gesetz legt Kriterien fest, wann ein Auto Schrott ist und nicht mehr als Gebrauchtwagen weiterverkauft werden darf. Der Export solcher Schrottautos ist verboten, damit sie nicht illegal außerhalb der EU entsorgt werden. Für die Demontage müssen schon jetzt die Hersteller zahlen, dieses Prinzip bleibt gleich.
In der Vergangenheit hielten sich zahlreiche Autobauer nicht an diese Regelung und sprachen untereinander ab, den Demontagebetrieben nichts zu zahlen. Im vergangenen Jahr verhängte die EU-Kommission deshalb eine Kartellstrafe gegen 15 Hersteller.
Der Rat der 27 EU-Länder muss den Parlamentsbeschluss vom Donnerstag noch absegnen, dies gilt aber als Formalie.
S.Caetano--PC