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Paris öffnet drei überwachte Badestellen an der Seine im Sommer
Im zweiten Jahr in Folge eröffnet Paris im Sommer drei öffentliche Badestellen an der Seine. Sie sollen vom 4. Juli bis Ende August kostenlos zugänglich sein, teilte die Präfektur des Großraums Paris am Freitag mit. Fünf weitere Badestellen an der Seine und an der Marne sollen in mehreren Vorstädten eröffnet werden. Im vergangenen Jahr waren die überwachten Badestellen erstmals für die Öffentlichkeit eröffnet worden. Sie hatten den Sommer über knapp 100.000 Badegäste angezogen.
Die frühere Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hatte sich dafür eingesetzt, die Seine bis zu den Olympischen Spielen 2024 so weit zu säubern, dass ein Teil der Wettbewerbe im Fluss stattfinden konnte. An den Badestellen wird die Wasserqualität ständig überprüft. Sobald sie sich verschlechtert - etwa nach Regenfällen - wird der Badebetrieb vorübergehend eingestellt. Wer baden will, muss eine aufblasbare Schwimmboje nutzen, die vor Ort zur Verfügung gestellt wird.
Ende des 19. Jahrhunderts gab es an der Seine bereits etwa 20 schwimmende Badeanstalten, die mit Flusswasser gespeist wurden. 1923 wurde das Baden in der Seine wegen des zunehmenden Schiffsverkehrs verboten. Anschließend wurde der Fluss durch das Abwasser der Stadt immer dreckiger.
Mit Blick auf die Olympischen Spiele investierte der Staat etwa 1,4 Milliarden Euro, um den Fluss zu reinigen. Dazu mussten unter anderem zahlreiche Haushalte flussaufwärts an die Kanalisation angeschlossen werden.
V.Dantas--PC