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Nach heftigem Gewitter in Süddeutschland: Unwetter noch bis Samstag möglich
Nach den heftigen Gewittern vom Donnerstag bleibt die Wetterlage in weiten Teilen Deutschlands zunächst angespannt. Vor allem in der Osthälfte sowie im Süden und Südosten könnten sich am Freitag erneut Gewitter entwickeln, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. Am Donnerstag hatten Unwetter vor allem im Süden zahlreiche Schäden verursacht. In Karlsruhe wurde ein 60-Jähriger durch einen umstürzenden Baum getötet.
Laut dem DWD sind vor allem ab Freitagnachmittag in weiten Landesteilen wieder Gewitter mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen möglich - außer im Westen und Nordwesten. Im Lauf der Nacht zum Samstag ziehen die Gewitter allmählich nach Osten ab.
Am Samstag entstehen vor allem im Süden und Südosten erneut Schauer und einzelne Gewitter. Dabei seien auch Unwetter durch Starkregen vereinzelt nicht ausgeschlossen. An den Küsten sind teils stürmische Böen möglich. Die Temperaturen gehen leicht zurück. Während es am Freitag noch örtlich bis zu 30 Grad Celius warm werden kann, liegen die Höchstwerte am Samstag meist zwischen etwa 20 und 29 Grad.
Am Sonntag beruhigt sich das Wetter demnach vielerorts. Während im Norden, Osten und an den Alpen noch einzelne Schauer und Gewitter auftreten können, bleibt es im Westen und Südwesten meist trocken und sonniger.
Heftige Gewitter hatten am Donnerstagabend in Süddeutschland für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei gesorgt. Im baden-württembergischen Karlsruhe wurde laut Polizeiangaben ein 60-jähriger Radfahrer von einem Baum erschlagen. Zudem wurden drei Menschen durch Äste oder umherfliegenden Gegenstände leicht verletzt.
Die Beamten zählten dort mehr als 160 wetterbedingte Einsätze. Vor allem umgestürzte Bäume, herabgefallene Äste und abgerissene Oberleitungen sorgten für Behinderungen. Bis Freitagmorgen hatte sich die Lage weitgehend beruhigt, einzelne Aufräumarbeiten dauerten zunächst an.
Im baden-württembergischen Ludwigsburg löste mutmaßlich ein Blitzeinschlag einen Dachstuhlbrand aus. Ein 58-Jähriger wurde laut Polizei vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. In Neckartailfingen im Vorland der Schwäbischen Alb wurden laut Polizei vier Fahrzeuge durch einen eingestürzten Carport beschädigt.
Im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg rückten Einsatzkräfte nach Polizeiangaben zu rund 37 wetterbedingten Einsätzen aus. In den meisten Fällen ging es um umgestürzte Bäume und überflutete Straßen. Unter anderem stürzten Bäume auf zwei Wohnhäuser. Mancherorts fiel der Strom aus.
Auch im bayerischen Landkreis Starnberg meldete die Polizei wetterbedingte Schäden. Dort stürzten Bäume und Äste auf mehrere Autos, es blieb bei Sachschäden.
Im Saarbrücken im Saarland gab es nach Angaben der Stadtverwaltung mehr als 50 wetterbedingte Einsätze. Es handelte sich dabei vor allem um kleinere Einsätze wegen starker Regenfälle und Windböen. Verletzte gab es nicht.
E.Borba--PC