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Berichte: US-Konzern Eli Lilly will Abnehmspritze in Rheinland-Pfalz produzieren
Das US-Pharmaunternehmen Eli Lilly will Medienberichten zufolge seine neue Abnehmspritze auch in Alzey in Rheinland-Pfalz herstellen. Lilly plane für eine einstellige Milliardensumme den Bau eines neuen Produktionswerks in Rheinland-Pfalz, berichtete das Portal "Business Insider" am Donnerstag. Der Sender SWR berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, Lilly habe sich wegen der Nähe zu anderen Firmen aus der Pharma- und Biotechbranche für den Standort in Rheinhessen entschieden.
Offiziell soll der Bau am Freitag auf einer Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) bekanntgegeben werden. Laut SWR wollen am geplanten Standort in Alzey die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Landeswirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) Einzelheiten der Ansiedlung bekanntgeben. Vorangegangen seien "monatelange Verhandlungen". Subventionen gebe es nicht, berichtete der SWR unter Berufung auf Insider.
Die neue Abnehmspritze von Lilly war vor einer Woche von den US-Behörden genehmigt worden. In den USA heißt das Mittel Zepbound, in Deutschland solle es einen anderen Namen bekommen, berichtete "Business Insider". Der Wirkstoff solle auch für ein spezielles Diabetes-Mittel eingesetzt werden.
Der Wirkstoff von Zepbound, Tirzepatid, war von der US-Arzneimittelbehörde FDA bereits zur Behandlung von Typ-2-Diabetes zugelassen worden. Er wird von Lilly unter dem Handelsnamen Mounjaro vertrieben und schon jetzt häufig auch zum Kampf gegen Übergewicht eingesetzt.
Um die äußerst wirksamen Abnehmspritzen, die ursprünglich gegen hohen Blutzucker entwickelt worden waren, ist ein wahrer Hype entstanden. So hat der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk großen Erfolg mit seinen Medikamenten Ozempic und Wegovy, die den Wirkstoff Semaglutid enthalten.
Ozempic wird Menschen mit Diabetes verschrieben, Wegovy ist konkret als Abnehmmittel zugelassen und wird zu einem deutlich höheren Preis verkauft. Novo Nordisk stieg dank der Medikamente Anfang September zum wertvollsten Unternehmen Europas auf und überholte den französischen Luxusgüterkonzern LVMH.
Lilly gehört zu den größten Pharmaunternehmen der Welt. In Deutschland ist der Konzern seit 1960 ansässig, er hat hierzulande knapp tausend Beschäftigte. Die meisten arbeiten am Hauptstandort Bad Homburg in der Nähe von Frankfurt am Main.
T.Resende--PC