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Umfrage: Kaufpreis höchste Hürde für Umstieg auf E-Auto - China könnte profitieren
Der Kaufpreis ist einer Umfrage zufolge in nord- und westeuropäischen Ländern die höchste Hürde für den Umstieg auf ein Elektroauto. 21 Prozent der Befragten gaben den Preis als wichtigsten Grund für ihr Zögern an, wie die Unternehmensberatung Horvath am Donnerstag mitteilte. "Reichweitenangst" oder Bedenken wegen der Ladeinfrastruktur wurden demnach deutlich seltener genannt. Chinesische Hersteller könnten davon profitieren: Insbesondere wegen der attraktiven Preise könnten sich 40 Prozent der Befragten den Kauf eines Importwagens aus China vorstellen.
Erwartungsgemäß haben Elektroautos in den nordischen Ländern den größten Zuspruch. In Norwegen und Dänemark planen der Umfrage zufolge drei von vier Autofahrern, sich beim nächsten Kauf erstmals oder erneut einen vollelektrischen Wagen zuzulegen. In Italien und Großbritannien beobachteten die Studienautoren große Sprünge beim Zuspruch zur Elektromobilität, die sie auf kurz vor dem Zeitpunkt der Umfrage bekanntgegebene Fördermaßnahmen oder Steuerbegünstigungen zurückführen.
Auch in Frankreich stieg die Beliebtheit von E-Autos Horvath zufolge zuletzt stark an - fast jeder vierte Befragte plant derzeit den Kauf. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Verbraucherinnen und Verbraucher hingegen deutlich zurückhaltender. In den Niederlanden ging die Kaufbereitschaft wegen zurückgenommener Fördermaßnahmen bei gleichzeitiger Steuererhöhung für E-Autos spürbar zurück. Der E-Auto-Anteil ist dort allerdings bereits vergleichsweise hoch.
Insgesamt überwiegt der Horvath-Untersuchung zufolge bei Inhabern von Verbrennern weiterhin die Skepsis gegenüber dem elektrischen Antrieb. Das gilt mit Abstrichen auch für Hybrid-Fahrer. Bereits bei Besitzern von Plugin-Hybriden hält jedoch die große Mehrheit den Schritt hin zum vollelektrischen Antrieb für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich. Wer bereits ein E-Auto besitzt, schließt im Regelfall eine Rückkehr zum Verbrenner aus.
Bei den genannten Gründen für den Umstieg auf ein Elektroauto verweisen die meisten Befragten auf die hohen Preise für Benzin und Diesel. Unter den Ländern ergeben sich jedoch merklich Unterschiede, so überwiegt in Deutschland und Österreich, wo die Bereitschaft zum Umstieg generell vergleichsweise gering ist, die Begründung, dass E-Autos nachhaltiger seien.
Chinesische Autohersteller werden der Umfrage zufolge immer häufiger in Betracht gezogen. In Italien und Spanien kann sich vor allem wegen der attraktiven Preise jeder zweite Befragte grundsätzlich die Anschaffung eines Importwagens aus Fernost vorstellen. In den nordischen Ländern ist der Anteil ebenfalls vergleichsweise hoch, was an der bereits hohen Verbreitung von E-Autos liegen dürfte. China exportiert fast ausschließlich E-Autos.
Dementsprechend ist der Zuspruch für chinesische Autos in Deutschland und Österreich geringer. Dennoch ziehen 27 Prozent der deutschen und 29 Prozent der österreichischen Befragten chinesische Hersteller in Betracht. Häufig genannte Gründe dagegen sind Bedenken wegen der Qualität.
Horvath hat für die Untersuchung nach eigenen Angaben 2000 Fahrzeugkäuferinnen und -käufer in zwölf Ländern befragt.
T.Resende--PC