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Führungswechsel bei BASF: Vorstandsmitglied Kamieth wird neuer Chef im April
Führungswechsel beim Chemieriesen BASF in Ludwigshafen: Vorstandsmitglied Markus Kamieth soll mit Ablauf der Hauptversammlung am 25. April neuer Chef und Nachfolger von Martin Brudermüller werden. Das beschloss am Mittwoch der Aufsichtsrat. Der 53-jährige Kamieth, promovierter Chemiker, ist seit 1999 bei BASF, seit 2017 sitzt er im Vorstand.
Kamieth ist derzeit unter anderem zuständig für die Region Süd- und Ostasien und für "Megaprojekte" in Asien. Der Manager habe während seiner vielfältigen beruflichen Stationen in Deutschland, den USA und Asien "hervorragende Ergebnisse für BASF erzielt", erklärte Aufsichtsratschef Kurt Bock. Er werde den "Geschäften und Teams bei BASF neue Impulse geben".
Der 62-jährige Brudermüller hatte BASF seit 2018 geführt. Bock - selbst Chef von BASF von 2011 bis 2018 - lobte am Mittwoch, Brudermüller habe den Konzern durch außerordentlich herausfordernde Zeiten geleitet und gleichzeitig entscheidende Weichenstellungen für den langfristigen Erfolg des Unternehmens vorgenommen. Dazu gehöre insbesondere der Fokus auf die Transformation der BASF hin zu Klimaneutralität.
Der Konzern steckt vor allem wegen der stark gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise in der Krise. Der Umsatz war im vergangenen Jahr zwar auf rund 87 Milliarden Euro gewachsen, der Gewinn ging aber zurück. BASF legte Ende Februar ein Sparprogramm vor, vorgesehen sind die Streichung mehrerer tausend Stellen weltweit und die Schließung mehrerer Anlagen, unter anderem am Stammsitz in Ludwigshafen. BASF hat weltweit mehr als 111.000 Beschäftigte.
J.Oliveira--PC