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Energiewirtschaftsverband befürwortet strategische Gasreserve für Krisenfall
In der Debatte über die künftige Versorgungssicherheit beim Erdgas hat der Dachverband der Energiewirtschaft (BDEW) die Einführung einer nationalen strategischen Reserve für Notfälle als sinnvolles Instrument befürwortet. "Zur Absicherung eines akuten Krisenfalls und unerwarteter externer Schocks ist die Schaffung einer Speicherreserve ein sinnvolles Instrument", sagte die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, Kerstin Andreae, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Dienstagausgaben).
Eine Speicherreserve könne die Handlungsfähigkeit erhalten und Deutschland resilienter machen, erklärte Andreae. Die Reserve solle jedoch nicht zur gezielten Dämpfung von Preisspitzen dienen, sondern dürfe ausschließlich zur Sicherung der physischen Versorgung eingesetzt werden.
Es bedürfe daher unter anderem klarer Regeln für den Einsatz einer solchen speicherbasierten Reserve, forderte die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. "Diese muss auf Notfallsituationen beschränkt sein und nur so erfolgen, dass Marktverzerrungen vermieden werden", betonte sie.
Zuvor hatte der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, die Einrichtung einer strategischen Reserve angeregt. Es brauche eine Absicherung, um schnell auf unvorhersehbare Ereignisse reagieren zu können, erklärte er.
Experten sprechen von einem historischen Tief der Gasspeicher-Füllstände in diesem Jahr. Derzeit liegen sie Daten des Portals AGSI zufolge noch bei rund 36 Prozent. Zum Vergleich: Ende Januar 2025 betrugen sie 58 Prozent, Ende Januar 2024 waren es sogar 76 Prozent.
Ferreira--PC