-
Verband der Automobilindustrie rechnet mit noch mehr Stellenabbau bis 2035
-
Ministerium: 13 Tote bei neuen israelischen Angriffen im Südlibanon
-
Özdemir sieht Wahl zum Ministerpräsidenten als Ermutigung für Kinder von Migranten
-
DAK-Chef: Gesundheitsreform kann Beiträge nicht lange stabilisieren
-
Favoriten Finnland und Griechenland ziehen in ESC-Finale ein
-
Eckerts Southampton darf von Premier League träumen
-
Trump gibt Rücktritt des Chefs der US-Arzneimittelbehörde bekannt
-
US-Berufungsgericht lässt Trumps Zehn-Prozent-Zoll vorerst bestehen
-
Nach Schmidt-Rücktritt: Russland fordert Abschaffung des Hohen Repräsentanten für Bosnien-Herzegowina
-
kicker: Zeichen für Neuer-Comeback beim DFB "mehren sich"
-
Weltweiter Weinkonsum sank 2025 um 2,7 Prozent
-
Nagelsmann-Kritik: Rettig schießt gegen Hoeneß
-
Trump tritt China-Reise an: Präsident erwartet "langes Gespräch" mit Xi zu Iran
-
Cannes-Festival beginnt mit Ehrenpalme für "Herr der Ringe"-Regisseur Jackson
-
Russland testet lange angekündigte Sarmat-Interkontinentalrakete
-
Chaos bei Real: Präsident Pérez ruft Neuwahlen aus
-
Libanon: 380 Tote seit Waffenruhe - Israel meldet Einsatz am Fluss Litani
-
Spitzen der Koalition zu Beratungen über Reform-Fahrplan zusammengekommen
-
AFP: Advocaat wird wieder Curacaos Nationaltrainer
-
Minister: In griechischer Grotte gefundene See-Drohne stammt aus der Ukraine
-
Pentagon: Kosten des Iran-Kriegs auf 29 Milliarden Dollar gestiegen
-
Holocaustüberlebender Albrecht Weinberg im Alter von 101 Jahren gestorben
-
Heftiger Leistungseinbruch: Zverev scheitert in Rom
-
Trump verkündet neue Gespräche mit Kuba
-
Integrationskurse: Zugang wird erleichtert - bleibt aber begrenzt
-
Umfrage in Thüringen: Große Unterstützung für Demokratie - geringe Zufriedenheit
-
Kulturstaatsminister Weimer will Tiktok "in europäische Hände legen"
-
Buhrufe bei Kanzlerrede: Merz fordert Reformbereitschaft - auch bei der Rente
-
Champions League: Deutsches Halbfinale beim Final Four
-
GSG9-Polizist bei Schießübung in Schleswig-Holstein tödlich verletzt
-
Aus München zum HSV: Krüger wird Nachfolgerin von Kuntz
-
Zoll meldet massiven Anstieg von E-Commerce-Sendungen
-
Iran-Krieg: US-Inflation im April auf Drei-Jahres-Hoch
-
Bas: Unterschiede zwischen uns und Union "selten so spürbar wie heute"
-
CDU in Rheinland-Pfalz benennt Kabinettsmitglieder
-
Raubprozess gegen frühere RAF-Terroristin Klette: Nebenklage fordert elf Jahre Haft
-
Niedersachsen: Orthopäde wegen sexuellen Missbrauchs von Patientinnen verurteilt
-
Streit um Kriegsende: Washington und Teheran beharren auf jeweiligen Positionen
-
DAK-Umfrage: Jeder Dritte unzufrieden mit Gesundheitssystem
-
Spitzen der Koalition beraten über Reform-Fahrplan - Treffen im Kanzleramt
-
Israels Parlament gibt grünes Licht für Sondertribunal für Angreifer vom 7. Oktober
-
Nordrhein-Westfalen: Eingeklemmtes Pferd mit aufwändiger Rettungsaktion befreit
-
17-Jähriger baut Unfall mit Auto von Großvater: Flucht endet in Hecke
-
Prozess um eigenmächtige Coronaimpfung: Freispruch für Unternehmer in Lübeck
-
"Am richtigen Ort": Flick verlängert bei Barca
-
US-Botschafter: Israel hat Emiraten Iron-Dome-Batterien geliefert
-
Landtag in Stuttgart erstmals zusammengetreten: Strobl neuer Parlamentspräsident
-
Britischer Premier Starmer will trotz lauter werdenden Rücktrittsforderungen im Amt bleiben
-
Korruptionsfall in JVA Euskirchen: Häftlinge gegen Zahlungen vor Kontrollen gewarnt
-
SPD-Politiker: Zugang zu Integrationskursen wird wieder etwas erleichtert
Studie: Tarifbeschäftigte entscheiden sich eher für mehr Zeit als für mehr Geld
Bei einer Wahlmöglichkeit im Tarifvertrag entscheiden sich die Beschäftigten einer Studie zufolge eher für eine zeitliche Entlastung als für einen höheren Verdienst. Besonders häufig wählten Frauen diese Option, wie das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung am Dienstag mitteilte. Auch Beschäftigte in Betrieben, "die ein belastendes Arbeitsklima haben oder wenig für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie tun", entscheiden sich demnach überdurchschnittlich häufig dafür.
Insgesamt gaben laut der Untersuchung des WSI, der Universität Bielefeld und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) 59 Prozent der Befragten an, dass sie sich bei einer entsprechenden Wahlmöglichkeit im Tarifvertrag ausschließlich für mehr Zeit entschieden. Sechs Prozent bevorzugten eine Kombination aus mehr Zeit und Geld und 35 Prozent ausschließlich mehr Geld.
Dabei wählten Frauen - vor allem solche mit Kindern unter 14 Jahren - häufiger die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit zu verkürzen. "Das taten 79 Prozent in dieser Gruppe", erklärte das WSI. Jedoch hätten sich die genannten Motive kaum nach Geschlecht unterschieden: Bei Frauen wie Männern stehe die Begründung "mehr Zeit für die Familie" an Position zwei, der häufigste Grund sei "mehr Zeit für Hobbies, Freunde und mich selbst" haben zu wollen.
Für die Untersuchung wurden die Angaben von 1900 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ausgewertet, die nach Abschluss der Tarifrunde eine entsprechende Wahlmöglichkeit hatten, wie es sie laut WSI unter anderem in der Metall- und Elektroindustrie, bei der Deutschen Bahn, der Stahlindustrie oder im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen gibt. Die Angaben der Befragten beziehen sich auf das Jahr 2022.
Die Studie ergab laut WSI auch, dass eine Entscheidung der Beschäftigten für mehr freie Zeit stark mit der Betriebskultur zusammenhängt: Dort, wo Vollzeitarbeit die Norm sei und höchstens zehn Prozent in Teilzeit arbeiteten, hätten nur 54 Prozent die Möglichkeit zur Reduzierung der Arbeitszeit bei gleichzeitigem Verzicht auf eine Entgelterhöhung genutzt - in den übrigen Betrieben seien es dagegen 66 Prozent gewesen.
Die Furcht "vor Lohn- und Karrierenachteilen" durch geringere Arbeitszeit sei offenbar dort besonders groß, wo eine traditionelle "Vorstellung der idealen Arbeitskraft" herrsche, erklärten die Forscherinnen und Forscher. Die insgesamt "starke Nutzung tariflicher Zeitoptionen" mache deutlich, dass die Wahloptionen ein entscheidendes Instrument seien, "um mehr Zeitgerechtigkeit im Arbeitsleben zu erreichen".
Zudem seien sie" wertvoll für den Gesundheitsschutz", führte das WSI aus. Eine Wahlmöglichkeit ermögliche es den Beschäftigten, "Belastungen frühzeitig zu reduzieren und damit Risiken wie Erschöpfung oder Burnout vorzubeugen", erklärte das Forschungsinstitut der gewerkschaftsnahen Böckler-Stiftung.
Umso wichtiger sei es daher, dass die Bundesregierung die Tarifbindung stärke, "um so zu einer Verbreitung der tariflichen Wahloptionen beizutragen". In die Irre führe es dagegen, wenn darauf gesetzt werde, die Arbeitszeiten zu verlängern "oder gar das Recht auf Teilzeit einzuschränken, wie es der Wirtschaftsflügel der CDU gefordert hat".
A.S.Diogo--PC