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Arbeitgeberverband Gesamtmetall rechnet mit Abbau von bis zu 150.000 Jobs 2026
Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall erwartet in diesem Jahr den Abbau von bis zu 150.000 Stellen in der Metall- und Elektroindustrie. "Wir sind mitten in einer Deindustrialisierung und die Aussichten sind sehr düster. Die Situation ist wirklich dramatisch", sagte Gesamtmetall-Chef Oliver Zander den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Sonntag. Der Standort Deutschland habe ein Kostenproblem.
"Die Metall-Elektro-Industrie ist in der Krise", sagte Zander. "Seit 2018 haben wir schon 270.000 Arbeitsplätze verloren. Wir sind in unserer Branche im vergangenen Monat unter 3,8 Millionen Beschäftigte gefallen." Das habe es zuletzt 2015 gegeben.
Zander sagte den Funke-Zeitungen, in Deutschland gebe es zu hohe Energiekosten, zu hohe Unternehmensteuern, zu hohe Sozialabgaben und zu viel Bürokratie. "Wir sind so unattraktiv, dass hier nicht mehr in ausreichendem Maße investiert wird, sodass Produktionsanlagen veralten und keine neuen Arbeitsplätze aufgebaut werden. Im Gegenteil." Die Metall- und Elektro-Industrie sei "in der größten Krise seit Gründung der Bundesrepublik".
Der Verbandschef forderte Reformen - etwa ein höheres Renteneintrittsalter. Die Rente mit 63 sei "ein Irrweg". Nach längeren Wochenarbeitszeiten gefragt, sagte Zander, jede Arbeitsstunde, die gebraucht und individuell geleistet werde, vor allem in Zeiten des demografischen Wandels, sei hilfreich. "Denn das bedeutet Wachstum. Und Wachstum und Arbeitszeit hängen ganz eng miteinander zusammen."
Nogueira--PC