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Festnahme in Berlin in Zusammenhang mit Signa-Pleite
Im Zusammenhang mit der Insolvenz des Signa-Konzerns ist ein Mann in Berlin vorläufig festgenommen worden. Dem 49-Jährigen wird Untreue vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Es geht um mutmaßliche Transfers von insgesamt mehr als acht Millionen Euro zwischen verschiedenen Gesellschaften der Signa-Gruppe, ohne das die Darlehensgeber davon wussten.
Der 49-Jährige soll für mehrere Gesellschaften vertretungsberechtigt gewesen sein. Gegen strenge Meldeauflagen kam er vorerst wieder auf freien Fuß. Das Berliner Landeskriminalamt wertete für die Ermittlungen mehrere Millionen E-Mails und weitere Unterlagen aus und befragte zahlreiche Zeugen, wie die Staatsanwaltschaft ausführte. Die Berliner Ermittler hätten sich intensiv mit den Staatsanwaltschaften in München und Wien ausgetauscht.
Signa war von dem österreichischen Unternehmer René Benko gegründet worden. Benko hatte mit dem Kauf von Immobilien ein Millionenvermögen angehäuft. In Deutschland gehörten dem Unternehmer zeitweise unter anderem die Warenhauskette Galeria und das Luxuskaufhaus KaDeWe in Berlin. Dem rasanten Aufstieg folgte jedoch ein ebenso steiler Abstieg.
Benkos Signa-Konzern ging Ende 2023 pleite. Im März 2024 stellte Benko auch Antrag auf Privatinsolvenz, seit Januar 2025 sitzt er in Österreich in Untersuchungshaft. Die dortige Staatsanwaltschaft verfolgt verschiedene Ermittlungsstränge im Zusammenhang mit der Signa-Pleite und der Privatinsolvenz. In zwei Prozessen ist der Unternehmer bereits wegen Konkursvergehen verurteilt worden.
M.A.Vaz--PC