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Kohlekumpel in der Türkei im Hungerstreik - Bei Protest in Ankara festgenommen
In der Türkei haben dutzende Kohlekumpel vor dem Energieministerium in Ankara wegen ausstehender Löhne protestiert - und sind von der Polizei vorübergehend festgenommen worden. Die 110 Männer waren in der zentralanatolischen Provinz Ekisehir aufgebrochen und innerhalb von neun Tagen rund 200 Kilometer in die Hauptstadt Ankara marschiert. Dort setzten sie sich am Dienstag mit freiem Oberkörper vor das Ministerium und begannen einen Hungerstreik.
Am frühen Morgen nahm die Polizei die Männer fest und ließ sie erst nach 14 Stunden wieder frei, wie der Chef der Bergarbeitergewerkschaft, Gökay Cakir, am späten Abend mitteilte. "Wir kommen morgen wieder", sagte er. "Wir geben nicht auf."
Arbeitgeber der Männer ist das Unternehmen Doruk Mining. Die Bergarbeiter fordern ausstehende Löhne sowie Abfindungen wegen Entlassungen. Das Energieministerium in Ankara reagierte zunächst nicht auf eine AFP-Anfrage nach einer Stellungnahme.
Solidarität mit den Kohlekumpeln zeigte am Dienstag der Chef der Oppositionspartei CHP, Özgür Özel. Er schwenkte einen gelben Bergarbeiterhelm im Parlament.
A.Motta--PC