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Russland will ab Mai kein kasachisches Öl mehr nach Deutschland durchleiten
Russland will ab Mai kein Öl aus Kasachstan mehr über die sogenannte Druschba-Pipeline zur PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt leiten. Die unter staatlicher Treuhandverwaltung stehende deutsche Tochter des russischen Rosneft-Konzern habe darüber die Bundesnetzagentur informiert, erklärte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums am Mittwoch. Das Ministerium sieht demnach die Versorgungssicherheit in Deutschland aber nicht bedroht.
Die Entscheidung geht den Angaben nach auf das russische Energieministerium zurück, welches ab dem 1. Mai die Durchleitung von kasachischem Öl für die PCK Schwedt über russisches Staatsgebiet verbietet. "Die Russische Föderation hat das bisher nicht gegenüber der Bundesregierung bestätigt", ergänzte die Sprecherin.
"Rosneft Deutschland prüft derzeit die Auswirkungen und wird sich einer etwaigen neuen Lage anpassen", erklärte sie weiter. Die PCK ist für die Versorgung Berlins und des Nordostens Deutschlands mit Diesel, Benzin, Kerosin und Heizöl wichtig.
"Durch das Ausbleiben der kasachischen Öllieferungen an die PCK-Raffiniere ist die Versorgungssicherheit mit Mineralölprodukten in Deutschland letztlich nicht gefährdet, auch wenn die PCK Schwedt mit einer geringeren Kapazitätsauslastung fahren müsste", versicherte die Sprecherin.
H.Silva--PC