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Tesla steigert Gewinn - und kündigt Milliardeninvestitionen in Roboter an
Nach Umsatzrückgang und Gewinneinbruch im vergangenen Jahr hat der US-Elektrobauer Tesla sich wieder berappelt: Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 16 Prozent, der Gewinn um 17 Prozent auf 477 Millionen Dollar, wie Tesla am Mittwoch mitteilte. Die Zukunft sieht das Unternehmen im autonomen Fahren, Künstlicher Intelligenz und in humanoiden Robotern. Die Investitionen dafür sollen auf 25 Milliarden Dollar 2026 steigen.
Umsatz- und Gewinnplus in den ersten drei Monaten waren höher als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg auf 22,4 Milliarden Dollar (19,1 Milliarden Euro). Tesla wachse in Asien und Südamerika, die Nachfrage in Europa und in Nordamerika habe sich erholt, erklärte das Unternehmen. Das schwache Vorjahr war auch geprägt von Boykottaufrufen gegen Tesla-Chef Elon Musk und seine Rolle in der Regierung von US-Präsident Donald Trump.
Schwach bleibt das Angebot: Das letzte Serienfahrzeug, das Model Y, kam 2020 auf den Markt; der futuristische Pickup Cybertruck, seit Ende 2023 auf dem Markt, war ein Flop, und das preisgünstige Fahrzeug, das eigentlich eine Neuentwicklung sein sollte, ist letztlich nur eine abgespeckte Version der Modelle Model 3 und Model Y. Tesla lieferte im ersten Quartal rund 358.000 Autos aus - weniger als von Analysten erwartet und weniger als angekündigt. 50.000 Neuwagen sind fertig, aber nicht verkauft.
Teslas Finanzchef Vaibhav Taneja sprach in einer Telefonkonferenz für Analysten und Journalisten auch lieber über die geplanten Investitionen in neue Geschäftsfelder. Statt 20 Milliarden Dollar will das Unternehmen nun 25 Milliarden Dollar ausgeben. "Das klingt nach viel, und es wird sich im weiteren Verlauf des Jahres negativ auf den Cashflow auswirken, aber wir glauben, dass dies die richtige Strategie ist, um das Unternehmen für die nächste Ära zu positionieren."
Tesla verzeichne weiterhin "bedeutende Fortschritte" beim Aufbau der Infrastruktur und der Software für Künstliche Intelligenz, "die unsere Aktivitäten in den Bereichen Robotaxi und Robotik in Zukunft unterstützen werden", erklärte das Unternehmen. Konkrete Angaben machte das Unternehmen nicht.
Musk hatte angekündigt, die Produktion des Roboters Optimus werde "im Sommer, im Juli oder August" beginnen. Er wisse nicht, wie viele Exemplare in diesem Jahr gefertigt werden können. Das Robotaxi von Tesla soll bis Ende des Jahres in einem dutzend US-Bundesstaaten fahren. Die Einnahmen dürften erst im nächsten Jahr "wahrscheinlich in nennenswertem Umfang" an Bedeutung gewinnen, sagte Musk.
Das autonome Fahren wartet weiter auf den Durchbruch. Als erstes Land in Europa erlauben die Niederlande Fahrern von Tesla-Autos seit kurzem die Nutzung der Selbstfahrfunktion. Der Rest der EU werde im zweiten Quartal folgen, China im dritten, zeigte sich Finanzchef Taneja überzeugt. Konkret geht es um die Tesla-Funktion FSD Supervised: volles autonomes Fahren (überwacht). Im FSD-Supervised-Modus übernimmt das Tesla-System die Steuerung, einschließlich Lenkung, Bremsen und Einparken. Dies alles darf nur unter der aktiven Aufsicht des Fahrers erfolgen, der weiterhin am Steuer sitzt und bei Bedarf eingreifen kann.
Konkrete Prognosen machte Tesla in seinem Quartalsbericht am Mittwoch nicht. Er verwies auf Unsicherheiten bei Nachfrage, Lieferketten und interner Priorisierung. Der Aktienkurs des Unternehmens legte zwar zunächst zu - doch die später angekündigten massiven Investitionen sorgen auch für Skepsis unter den Anlegern.
F.Moura--PC