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DIHK: Geschäfte deutscher Unternehmen im Ausland unter Druck
Ob steigende Energiepreise oder gestörte Lieferketten - die Schockwellen des Iran-Kriegs machen einer Umfrage zufolge auch den deutschen Unternehmen im Ausland zu schaffen. Wie die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) am Dienstag mitteilte, rutschten die Konjunkturerwartungen der befragten Firmen deutlich ins Minus. Zugleich wird die eigene Geschäftslage von den Unternehmen im Schnitt sogar leicht besser bewertet als im Herbst - allerdings mit Unterschieden je nach Region.
Während Unternehmen in China, den USA und den südamerikanischen Mercosur-Staaten aktuell "vergleichsweise optimistisch auf die kommenden Monate blicken, überwiegt in Asien und dem Nahen Osten die Skepsis", erklärte die DIHK. In Lateinamerika sorgen demnach "geografische Distanz zum Konflikt, eigene Energiequellen und Impulse durch das Mercosur-Abkommen" für "vergleichsweise stabile Perspektiven". In Asien und dem Nahen Osten belasteten hingegen steigende Einergiepreise, zunehmende Störungen in den Lieferketten und anhaltende Versorgungsrisiken die Aussichten.
Die Erhebung basiert auf den Rückmeldungen von mehr als 4500 deutschen Unternehmen, die in den Netzwerken der deutschen Auslandshandelskammern (AHK) weltweit befragt wurden. Demnach bewerten 39 Prozent ihre Lage derzeit als gut und 13 Prozent als schlecht. Der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen steigt damit verglichen mit der Herbst-Umfrage von 25 auf 26 Punkte, liegt aber weiter unter dem langjährigen Durchschnitt von 33 Punkten.
Mit Blick auf die Konjunktur rechnen aktuell lediglich 21 Prozent der Unternehmen mit einer Verbesserung. Im Herbst waren es noch 26 Prozent gewesen. 32 Prozent erwarten derzeit hingegen eine Abschwächung - acht Prozentpunkte mehr als noch im Herbst.
"Die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung hat sich zerschlagen", erklärte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. "Die Weltwirtschaft steckt im Krisenmodus, das bekommen die Unternehmen unmittelbar zu spüren."
J.Oliveira--PC