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Bahn-Infrastruktur in Deutschland 2025 kaum verbessert - DB-Spitze optimistisch
Der Zustand der Bahn-Infrastruktur in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr trotz hoher Investitionen und vieler Baustellen kaum verbessert. Der am Donnerstag veröffentlichte Zustandsbericht des Bahnnetz-Unternehmens DB Infrago stellt dem Gesamtnetz mit 3,0 dieselbe Note aus wie im Vorjahr. Bei den Personenbahnhöfen gab es demnach eine leichte Verbesserung von 3,03 auf 2,96.
Bahn-Chefin Evelyn Palla sieht dennoch eine positive Entwicklung: "Die Talsohle der ungebremsten Alterung" der Infrastruktur sei erreicht, sagte sie. Die Infrago benotet seit 2021 jährlich den Zustand von Gleisen, Bahnhöfen, Weichen und weiterer Bahninfrastruktur. In den Vorjahren hatte sich die Gesamtnote stets verschlechtert.
Ein "Neustart" sei nun möglich, sagte Palla. Voraussetzung sei allerdings, dass das aktuelle Investitionsniveau festgeschrieben und über Jahre fortgeführt wird. 2025 wurden dem Bericht zufolge 19,9 Milliarden Euro "verbaut", 2026 sind laut Palla erstmals mehr als 20 Milliarden Euro vorgesehen.
Im Detail sind laut Infrago-Chef Philipp Nagl auch bereits Verbesserungen zu sehen. Etwa sei der Anteil von Anlagen mit sehr schlechten Zustandsnoten erstmals zurückgegangen - von 16,8 auf 16,1 Prozent. Im Jahr 2026 erwartet er weitere Schritte nach vorne.
Nagl verweist unter anderem auf die sogenannten Korridorsanierungen, für die einzelne Strecken für Monate voll gesperrt und erneuert werden. Im Jahr 2024 war mit der Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim die erste vielbefahrene Strecke auf diese Weise saniert worden. 2025 wurde die Strecke zwischen Oberhausen und Emmerich erneuert und mit der Strecke Hamburg-Berlin begonnen. In diesem Jahr sollen neben dieser Verbindung in die Hauptstadt vier weitere dieser Projekte beendet werden, wovon sich Nagl spürbare Auswirkungen auf die Durchschnittsnote des Schienennetzes verspricht.
Am schwerwiegendsten auch für den Betrieb ist der Bahn zufolge das hohe Alter vieler Stellwerke. Hier sei jahrzehntelang kaum investiert worden. Die Benotung des Zustands der rund 4000 Stellwerke im deutschen Schienennetz verbesserte sich von 2024 auf 2025 um 0,1 Prozentpunkte. Mit 4,02 ist die Note dennoch schlecht. Jedes zweite Stellwerk ist erneuerungsbedürftig. Deutlich besser sieht es etwa bei Brücken, Tunneln und Lärmschutzbauwerken aus.
G.Teles--PC