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Sechs weitere Leichen geborgen: Nun acht Tote bei Chemie-Unglück in US-Papierfabrik
Nach dem Chemie-Unglück in einer Papierfabrik im Westen der USA mit einer stark ätzenden Substanz sind sechs weitere Leichen geborgen worden. Die Zahl der Toten des Unglücks im Bundesstaat Washington stieg damit auf acht. Drei Menschen wurden noch vermisst. Es wird befürchtet, dass auch sie tot sind.
"Wir arbeiten weiterhin mit dem Gerichtsmediziner zusammen, um die Familien zu informieren", sagte der Chef der Feuerwehr im rund eine Autostunde nördlich von Portland gelegenen Longview, Brad Hannig, am Donnerstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz. Er betonte, die Rettungskräfte arbeiteten in einer "aktiven und gefährlichen" Umgebung, um die Leichen der übrigen Opfer zu finden.
Bei dem Unglück war am Dienstag ein riesiger Tank mit stark ätzender Weißlauge geborsten, die in der Fabrik genutzt wird. Sie wird eingesetzt, um Holzspäne in den ersten Stadien der Papierherstellung aufzulösen und so Holzstoff zu erzeugen. Neun Menschen wurden durch das Unglück verletzt. In der Nähe des Tanks stehende Autos und Gebäude wurden durch die austretende chemische Lösung beschädigt.
Die Behörden betonten, dass das Trinkwasser und die Luft rund um die Unglücksstelle nicht kontaminiert seien. Ein Vertreter der Umweltschutzbehörde sagte, dass keine Luftschadstoffe festgestellt worden seien, die Anlass zur Sorge geben könnten. Nach Angaben der Feuerwehr befinden sich noch 95.000 Liter Flüssigkeit in dem Tank. Dieser sei mittlerweile jedoch stabil.
"Wir bereiten uns darauf vor, dass dies die tödlichste Industriekatastrophe in der modernen Geschichte des Bundesstaates Washington sein könnte", sagte der Gouverneur von Washington, Bob Ferguson.
Die betroffene Fabrik Nippon Dynawave Packaging ist eine Tochtergesellschaft der japanischen Nippon Paper Group.
Nogueira--PC