-
Schauspieler Oliver Masucci hält Unsicherheit für gute Berufsvoraussetzung
-
Drohender Streik: Micron will Beschäftigten in Taiwan bis zu 68 Monatsgehälter zahlen
-
Italienische Politikerin und Feministin Emma Bonino gestorben
-
Jemen: Huthi-Miliz kontrolliert Gebiet um wichtige Meerenge Bab al-Mandab
-
Prien kündigt Sofortprogramm zum Jugendschutz im Internet an
-
Wachmann rettet Katzenbabys aus Müllcontainer in Baden-Württemberg
-
Erstmals mehr als sechs Dollar pro Gallone: US-Dieselpreis auf neuem Höchststand
-
Fünf Tote und drei Schwerverletzte bei Unfall von niederländischem Bus in der Schweiz
-
FC Bayern vor Vertragsverlängerung mit Freund
-
Bas sieht Aus für "Rente mit 63" kritisch - und bekennt sich zu Reform
-
Zahl der Übernachtungen in Deutschland auch im Juli gestiegen
-
Bundesforschungeministerin erwartet trotz Novelle Rückgang an Bafög-Beziehern
-
Zahl der Firmenpleiten steigt im ersten Halbjahr auf höchsten Stand seit 13 Jahren
-
Kane: Keine schnelle Einigung bei Vertragsverlängerung
-
Laschet kritisiert mangelnden Beistand für Merz durch CDU-Ministerpräsidenten
-
Betrunkener Autofahrer fährt mit drei Reifen durch Mainz
-
"Süddeutsche": Gaskrise 2022 kostete den Bund 50,4 Milliarden Euro
-
Kaliforniens Gouverneur unterzeichnet neue Gesetze zum Schutz von Kindern in Onlinenetzwerken
-
Krawietz/Pütz im US-Open-Finale
-
Angriff auf Berliner Landesnetz: Anlaufstelle für Betroffene eingerichtet
-
Vor Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: AfD in Umfragen weiter vor SPD
-
Vor Abgeordnetenhauswahl in Berlin: Enges Umfragerennen von Linkspartei und CDU
-
"Partei des Hasses": Trump und Vance attackieren Demokraten bei Parteitag vor Midterms
-
NFL: Topfavorit Los Angeles Rams mit Fehlstart
-
Bierchen, Eisbad und Döner: DBB-Frauen feiern WM-Halbfinale
-
Nach Startelf-Comeback: Erlöser Musiala ist "richtig glücklich"
-
Mehrjährige Haftstrafen gegen Organisatoren von Tiananmen-Mahnwachen in Hongkong
-
Wegen WM-Erfolgen: Lehrerin Wilke darf schwänzen
-
"Bin zu weit gegangen": Leclerc entschuldigt sich bei Hamilton
-
Traumfinale in New York: Rybakina fordert Sabalenka
-
US-Vizepräsident Vance bezeichnet Demokraten als "Partei des Hasses"
-
25 Jahre danach: USA erinnern an Anschläge vom 11. September 2001
-
Präsident der Emirate setzt Deutschland-Besuch in München fort
-
Social Media: Experten übergeben Abschlussbericht zu Medienschutz an Prien
-
Bundestag: Haushaltswoche endet mit Debatten über Etats für Arbeit und Forschung
-
Musk droht Machern von kritischem Dokumentarfilm Klagen an
-
Petition für Cannabisblüten auf Rezept
-
25 Jahre MS WEBDESIGN. Die Lustenauer Webagentur feiert ihr Jubiläum mit einem neuen Auftritt
-
Putin vor Gipfeltreffen der Brics-Staaten in Indien eingetroffen
-
Ukraine meldet mindestens fünf Tote bei russischem Angriff auf Einkaufszentrum
-
Leipzig erlebt herben Dämpfer bei Champions-League-Neuling Como
-
Traumreise zum Triple: Musiala erlöst die Bayern
-
Streit um US-Briefwahl: Neue Niederlage für Trump vor Gericht
-
Champions-League-Premiere geglückt: Melsungen bezwingt Skopje
-
Algerien bricht Beziehungen zu Emiraten ab und verhängt teilweise Luftraumsperrung
-
Selenskyj: Treffen mit Trump Ende September in New York
-
Ohne Grozer: Volleyballer gewinnen zum EM-Auftakt
-
Staatschef der Emirate in Berlin: Milliardeninvestitionen in Deutschland vereinbart
-
NFL: Seahawks siegen zum Auftakt - Entwarnung bei Darnold
-
Sabotage an Stromnetz: Bundesanwaltschaft ermittelt gegen 48-Jährigen
Regierung schnürt 200-Milliarden-Paket gegen hohe Gaspreise
Mit einem "Abwehrschirm" von 200 Milliarden Euro will die Bundesregierung Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen in der Energiekrise vor untragbaren Kosten schützen. Geplant ist insbesondere eine Gaspreisbremse, wie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Donnerstag sagte - die Details sind aber noch offen. Lob kam von Wirtschaftsvertretern und Verbraucherschützern. Umweltverbände mahnten, es müsse mehr getan werden, um den Verbrauch fossiler Brennstoffe wie Gas zu reduzieren.
Für Privathaushalte und Unternehmen soll bis Ende des Winters 2023/2024 ein "Basisverbrauch" an Gas staatlich subventioniert werden, wie aus dem Konzept hervorgeht, das Scholz gemeinsam mit Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) vorstellte. Details sollen von einer bereits eingesetzten Kommission bis Mitte Oktober erarbeitet werden. Habeck mahnte, trotz der preissenkenden Maßnahmen müsse weiter Energie gespart werden.
Die Gasumlage zur Unterstützung von angeschlagenen Gasimporteuren, die eigentlich zum 1. Oktober starten sollte, wird einkassiert. Stattdessen sollen die Firmen durch direkte staatliche Hilfen gestützt werden.
Zur Finanzierung der Pläne soll der in der Corona-Pandemie eingerichtete Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) reaktiviert und mit Kreditermächtigungen in Höhe von 200 Milliarden Euro ausgestattet werden. Da dies noch dieses Jahr geschehen soll, kann Lindner wie geplant nächstes Jahr die Schuldenbremse wieder einhalten.
Scholz betonte, die Preisentwicklung am Energiemarkt sei Folge des Vorgehens Russlands, das "seine Energielieferungen als Waffe" einsetze. Auch Habeck sagte, es gehe um einen "Angriff von Russland" und auf die deutsche Volkswirtschaft. Lindner sprach von einem "Energiekrieg um Wohlstand und Freiheit".
Positiv reagierten Verbraucherschützer und Sozialverbände auf die Regierungspläne. "Angesichts horrender Energiepreise" müsse die Gaspreisbremse rasch umgesetzt werden, erklärte die Vorsitzende des Verbraucherzentrale Bundeverbandes (vzbv), Ramona Pop. Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, mahnte ebenfalls zur Eile: "Ein Grundkontingent an Energie zu einem bezahlbaren Preis muss kommen, bevor es richtig kalt wird."
Auch Wirtschaftsverbände äußerten sich zufrieden. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) sprach von einem "guten Signal", Lob kam auch vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Der Verband der Chemischen Industrie nannte die Pläne einen "wichtigen Befreiungsschlag".
Deutliche Kritik kam hingegen von Umweltschützern. "Die Bundesregierung kann nicht 200 Milliarden Euro für billigeres Gas ausgeben, aber keinen einzigen Euro davon für weniger Gas", erklärte Bastian Neuwirth von Greenpeace. Ein Teil des Geldes solle für den Ausbau der erneuerbaren Energien verwendet werden.
"Es ist ein fatales Signal, dass die Bundesregierung es verpasst hat, mit diesem Paket massive zusätzliche Investitionen in die Energiewende auf den Weg zu bringen", kritisierte auch der WWF. Der Deutsche Naturschutzring forderte ebenfalls eine schnellere Abkehr von fossilen Abhängigkeiten. Der BUND verlangte "ein Sondervermögen für den Klimaschutz von 100 Milliarden".
Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) begrüßte in Berlin die Pläne für die Gaspreisbremse, bemängelte aber die offenen Fragen bei dem Vorhaben. Linksfraktionschef Dietmar Bartsch nannte die Preisbremse "richtig und überfällig". Nötig seien aber auch Maßnahmen, damit "die Preise für Heizöl, Sprit und Lebensmittel sinken", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben).
F.Santana--PC