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Weltweite Kundgebungen am Weltfrauentag - Frauendemo selbst in Kabul
Frauen in aller Welt gehen am Mittwoch zum Internationalen Frauentag auf die Straße, um gegen ihre Unterdrückung und Ungleichbehandlung zu protestieren. Erste Demonstrationen fanden am Morgen in Thailand und Indonesien statt. Selbst in der afghanischen Hauptstadt Kabul versammelten sich rund 20 Frauen, um für ihre Rechte zu demonstrieren.
Protestmärsche und Aktionen sind auch in zahlreichen europäischen Ländern geplant, darunter in Spanien sowie allein in 150 Städten und Gemeinden in Frankreich. In London will Madame Tussauds eine neue Wachsfigur der britischen Frauenrechtlerin und Suffragette Emmeline Pankhurst enthüllen, die vor 120 Jahren ihren Kampf für das Frauenwahlrecht startete.
In den USA sind vor allem Kundgebungen zur Verteidigung des Rechts auf Abtreibungen vorgesehen. In anderen Staaten Nord- und Südamerikas richten sich die Demonstrationen gegen die grassierende Gewalt gegen Frauen und die zunehmende Zahl von Femiziden. Aktivistinnen in Kuba riefen zu einer "virtuellen Kundgebung" in den Online-Netzwerken auf, um auf das Phänomen der Frauenmorde aufmerksam zu machen.
Die Vereinten Nationen befassen sich mit Frauenrechtsverletzungen in Afghanistan, dem Iran und vielen anderen Ländern in einer zweiwöchigen Sitzung der UN-Frauenrechtskommission. Zum Auftakt hatte UN-Generalsekretär António Guterres am Montag beklagt, eine echte Gleichstellung von Frauen und Männern sei "noch 300 Jahre entfernt".
Sorge bereitet insbesondere die Lage in Afghanistan, wo die radikalislamischen Taliban Frauen und Mädchen weitgehend aus dem öffentlichen Leben verbannen. Die EU verhängte am Dienstag erstmals gezielt Sanktionen wegen Gewalt gegen Frauen, die sich unter anderem gegen die Taliban richten.
E.Ramalho--PC