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Umstrittener Moderator Tucker Carlson verlässt US-Nachrichtensender Fox News
Der ebenso erfolgreiche wie umstrittene US-Moderator Tucker Carlson verlässt überraschend den rechten Nachrichtensender Fox News. Der Sender erklärte am Montag, beide Seiten hätten sich darauf geeinigt, getrennte Wege zu gehen. Der Abgang erfolgt den Angaben zufolge mit sofortiger Wirkung: Demnach moderierte Carlson am vergangenen Freitag zum letzten Mal seine Abendshow "Tucker Carlson Tonight".
Gründe für den Abgang nannte der größte konservative US-Nachrichtensender nicht. Die Trennung erfolgt weniger als eine Woche nach dem historischen Vergleich zwischen Fox News und dem Wahlmaschinen-Unternehmen Dominion im Streit um falsche Wahlbetrugsvorwürfe nach der Präsidentschaftswahl 2020. Der Nachrichtensender, der zum Medienimperium des Milliardärs Rupert Murdoch gehört, erklärte sich zur Zahlung von 787,5 Millionen Dollar (rund 717 Millionen Euro) an Dominion bereit, um einen Zivilprozess abzuwenden.
Tucker Carlson ist eine der einflussreichsten konservativen Stimmen in den USA und als rechter Scharfmacher bekannt. Kritiker werfen dem 53-Jährigen immer wieder rassistische Äußerungen und falsche oder irreführende Angaben vor. Erst vor wenigen Wochen sorgte er mit einer Dokumentation für Aufsehen, in der er die Gewalt bei der Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar 2021 kleinredete.
Carlson hatte von den Abendmoderatoren der US-Nachrichtensender die besten Einschaltquoten. Fox News dankte ihm am Dienstag für seine langjährige Arbeit bei dem Sender.
Dominion, dessen Wahlmaschinen bei der Präsidentschaftswahl 2020 in 28 Staaten eingesetzt wurden, hatte Fox News im März 2021 wegen falscher Vorwürfe des Wahlbetrugs auf 1,6 Milliarden Dollar (knapp 1,5 Milliarden Euro) Schadenersatz verklagt. Die Firma warf dem Sender vor, die Falschbehauptung verbreitet zu haben, dass Dominion-Wahlmaschinen zur Wahlmanipulation genutzt worden seien - obwohl Fox-News-Verantwortliche und Moderatoren genau gewusst hätten, dass die Vorwürfe haltlos waren. Fox News hielt dagegen, der Sender habe über die Vorwürfe aus dem Lager des damaligen Präsidenten Donald Trump lediglich berichtet, ohne sie sich zu eigen zu machen. Der US-Sender räumte am Ende aber ein, Falschaussagen getätigt zu haben.
F.Cardoso--PC