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Jordaniens Kronprinz heiratet Radschwa al-Saif vor hochrangigen Gästen
Royale Hochzeit in Jordaniens Hauptstadt: Vor mehr als 140 geladenen Gästen hat der jordanische Kronprinz Hussein am Donnerstag seine saudiarabische Verlobte, die Architektin Radschwa al-Saif, geheiratet. Der prunkvollen Feier in Amman wohnten unter anderem der britische Thronfolger William und seine Frau Kate, die First Lady der USA, Jill Biden, sowie das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Maxima bei.
In Amman folgten Tausende Schaulustige der roten Autokolonne, die Straßen waren mit Fotos des 28-jährigen Hussein und seiner gleichaltrigen Braut Radschwa gesäumt. Es war ein großer Tag für das haschemitische Königreich, das ein enger Verbündeter des Westens ist. Trotz hoher Staatsverschuldung und Arbeitslosigkeit gilt Jordanien als Hort der Stabilität im Nahen Osten. Bereits bei den aufwändigen Feierlichkeiten in den Tagen vor der Hochzeit hatte sich das Königshaus sehr volksnah gegeben und so zum Zusammenhalt der Jordanier beigetragen.
Auf Hussein kommt viel Verantwortung zu. Wenn sein 61 Jahre alter Vater Abdullah II. dereinst nicht mehr auf dem Thron sitzt, soll Hussein in der parlamentarischen Monarchie Jordaniens das Staatsoberhaupt mit weitreichenden politischen Befugnissen und zugleich Oberbefehlshaber der jordanischen Armee werden.
Der seit 1999 amtierende König hat seinen ältesten Sohn systematisch auf die künftige Aufgabe vorbereitet. So besuchte Hussein wie sein Vater die britische Elite-Militärakademie Sandhurst und studierte danach Geschichte an der Georgetown University in Washington. Auch Husseins künftige Frau genoss nach ihrer Kindheit im konservativen Saudi-Arabien eine Ausbildung im Westen. Radschwa al-Saif studierte Architektur an der Syracuse University im Bundesstaat New York.
A.Magalhes--PC