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Steinmeier hebt Deutschlands "Schlüsselrolle" in der Nato hervor
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat anlässlich des 70. Jahrestags des deutschen Beitritts zur Nato die besondere Bedeutung Deutschlands in dem Verteidigungsbündnis hervorgehoben. Angesichts des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und zu einer Zeit, in der "die USA ihre europäischen Verbündeten enorm unter Druck setzen", komme Deutschland eine "Schlüsselrolle" in der Nato zu, sagte Steinmeier auf Englisch bei einem Festakt im Nato-Hauptquartier in Brüssel am Montag. Deutschland werde danach streben, "mit seinen Streitkräften und seiner Infrastruktur das Rückgrat der konventionellen Verteidigung in Europa" zu werden, fügte er hinzu.
An dem Festakt nahmen neben Steinmeier unter anderen Nato-Generalsekretär Mark Rutte und der geschäftsführende Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) teil. Rutte und Steinmeier legten gemeinsam einen Kranz am Mahnmal der im Dienst der Nato getöteten Soldaten nieder.
Die Bundesrepublik Deutschland war der Nato am 6. Mai 1955, nur zehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, trotz starker Vorbehalte unter anderem Frankreichs beigetreten. Nach Ende des Kalten Krieges nahm die Bundeswehr an mehreren Nato-Einsätzen im Ausland teil, etwa in Afghanistan und im Kosovo. Dabei wurden nach Angaben der Bundeswehr mehr als hundert deutsche Soldaten getötet.
Steinmeier drückte seine Dankbarkeit dafür aus, dass Deutschland nach den Verbrechen des Zweiten Weltkrieges "wieder einen Platz am Tisch" bekommen habe und sich "sogar wieder bewaffnen" habe dürfen. Wie der Beitritt zu den Vereinten Nationen und die europäische Integration sei die Aufnahme in die Nato ein "Schlüssel" gewesen, "der meinem Land den Weg zu Frieden, Wohlstand und Einheit eröffnete", betonte der Bundespräsident.
T.Vitorino--PC