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In Ostsee ausgesetzte Störe erstmals mit Satellitensendern ausgestattet
Wissenschaftler haben in der Ostsee ausgesetzte Störe erstmals mit Satellitensendern ausgestattet. Damit könnten die Wanderwege der Tiere präzise, kontinuierlich und großräumig erfasst werden, teilte das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag in Schwerin mit. Auch Laichplätze, Nahrungsgründe oder Überwinterungsareale könnten anhand der Daten identifiziert werden.
Bei dem Pilotprojekt handelt es sich um eine Kooperation zwischen der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern und der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften. Der Sender wird an einer Knochenplatte angebracht, danach sind den Angaben zufolge keine weiteren Eingriffe mehr nötig. Erste Daten zeigten, dass einzelne Tiere innerhalb von 87 Tagen mehr als 100 Kilometer bis vor die Schwedische Küste zurücklegten.
Mecklenburg-Vorpommern treibt die Wiederansiedlung des Störs nach eigenen Angaben bereits seit den 1990er Jahren voran. Das als lebendes Fossil geltende Tier, das mehr als 200 Millionen Jahre Evolution überdauert hat, galt in der Ostsee seit den 1970er Jahren als ausgestorben. Seit 2005 wurden Laichtiere des Atlantischen Störs aus Kanada importiert. Die Art kam früher auch im baltischen Raum vor.
Seitdem wurden in der Forschungsanlage in Born/Darß neun Millionen Larven erbrütet. Langfristig soll laut Ministerium eine sich selbst erhaltende Population im Ostseeraum etabliert werden, die perspektivisch auch wieder eine nachhaltige Fischerei ermöglichen könnte.
F.Santana--PC