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ESC-Quotenerfolg: Rekordquote bei jungen Fernsehzuschauern
Der Eurovision Song Contest (ESC) hat bei der Fernsehübertragung in Deutschland hohe Einschaltquoten erreicht und beim jungen Publikum für einen neuen Quotenrekord gesorgt. Insgesamt schauten in der ARD und im Spartensender One 9,132 Millionen Menschen Samstagabend das Finale aus Basel, wie die ARD am Sonntag in München mitteilte. Bei den jungen Fernsehzuschauern der 14- bis 29-Jährigen sei mit einem Marktanteil von fast 80 Prozent ein neuer Quotenrekord aufgestellt worden.
Das ESC-Finale gewann Österreichs Sänger JJ mit "Wasted Love", das für Deutschland startende Geschwisterduo Abor & Tynna landete mit "Baller" auf Platz 15.
Den Angaben zufolge bedeuteten die gut neun Millionen Fernsehzuschauer eine Einschaltquote von 46,8 Prozent, dies sei der höchste Marktanteil seit elf Jahren. 2011 schalteten noch mehr Menschen ein, als nach dem Sieg von Lena Meyer-Landrut 2010 der ESC in Deutschland stattfand.
In der jungen Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen schalteten am Samstag 1,203 Millionen Zuschauer ein. Dies bedeutet laut ARD einen Marktanteil von 78,8 Prozent - dies sei der höchste Marktanteil in dieser Zielgruppe seit Beginn des Langzeittrends im Jahr 1996.
Laut ARD gab es neben den insgesamt gut neun Millionen Fernsehzuschauern auch noch 2,165 Millionen Streams der Show in den Onlineangeboten der ARD.
ARD-Programmdirektorin Christine Strobl ließ offen, ob nach dem Zuschauererfolg die Zusammenarbeit mit Stefan Raab fortgesetzt wird. Dieser hatte ein Comeback beim ESC gefeiert und den deutschen Vorentscheid zusammen mit ARD und RTL zur Chefsache erklärt.
Strobl erklärte, "mit einer kreativen Allianz aus Stefan Raab, RTL und der ARD ist es gelungen, neue Zielgruppen zu erreichen und dem ESC in Deutschland neue Relevanz und Strahlkraft zu verleihen - mit einem starken Auftritt von Abor & Tynna." Strobl verwies darauf, dass künftig der Südwestrundfunk (SWR) federführend sei innerhalb der ARD, dies eröffne "neue Perspektiven".
Raab erklärte, auch wenn das deutsche Duo nicht in die Top Ten gekommen sei, glaube er, dass ihre Karriere jetzt richtig losgehe. Weiter erklärte der Produzent des deutschen Vorentscheids, "genauso, wie ich die Verantwortung für den Quotenerfolg bei der ARD und bei RTL beim Vorentscheid übernehme, übernehme ich auch die Verantwortung für das Ergebnis beim ESC-Finale." Das Ergebnis sei leider nicht so gut gewesen, wie erhofft.
L.Torres--PC