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Nach Evakuierungen in Dresdener Altstadt: Weltkriegsbombe entschärft
Eine in der Dresdener Innenstadt gefundene Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist erfolgreich entschärft worden. Zuvor hatten am Mittwoch tausende Anwohner ihre Häuser verlassen müssen, nachdem die Behörden Evakuierungen in einem Radius von etwa einem Kilometer um die Fundstelle angeordnet hatten. Davon waren den Angaben zufolge rund 17.000 Menschen betroffen.
Die britische 250-Kilogramm-Bombe war am Dienstag bei Räumungsarbeiten an der im September eingestürzten Carolabrücke entdeckt worden. Sie musste direkt vor Ort entschärft werden. Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes konnten den Zünder der Fliegerbombe nach Polizeiangaben problemlos entfernen. Die Polizei hob den Sperrbereich wieder auf.
Wegen der Entschärfung mussten nicht nur Wohnhäuser, sondern auch weite Teile der historischen Altstadt mit der weltberühmten Frauenkirche und dem Zwinger geräumt werden. Betroffen waren auch zahlreiche Hotels und Behörden wie das Landgericht und die sächsische Staatskanzlei. Knapp 200 Menschen kamen in einer Notunterkunft auf der Messe unter. Neben Feuerwehr und Rettungsdiensten waren rund 330 Polizisten im Einsatz.
Bereits im Januar war bei den Abrissarbeiten an der Carolabrücke eine Weltkriegsbombe entdeckt und entschärft worden. Auch damals waren rund zehntausend Menschen von Evakuierungen betroffen. Die Elbbrücke wurde bei dem Einsturz im September so stark beschädigt, dass sie komplett abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden muss. Ausgelöst wurde das Unglück durch Korrosionsschäden.
In Dresden werden wie auch in anderen Städten in Deutschland immer wieder Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die sächsische Stadt war am 13. und 14. Februar 1945 von den Alliierten bombardiert worden. Dabei wurden große Teile der Altstadt zerstört, bis zu 25.000 Menschen starben.
F.Cardoso--PC