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Weißes Haus kritisiert Verleihung des Friedensnobelpreises an venezolanische Politikerin
Das Weiße Haus in Washington hat angesichts der Verleihung des diesjährigen Friedensnobelpreises an die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado scharfe Kritik am Nobelpreiskomitee geübt. Mit der Entscheidung habe das Komitee in Oslo bewiesen, dass es "Politik über Frieden stellt", erklärte der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Steven Cheung, am Freitag im Onlinedienst X.
Zugleich äußerte sich Cheung überzeugt, dass die renommierte Auszeichnung US-Präsident Donald Trump zustehe. "Präsident Trump wird weiterhin Friedensabkommen schließen, Kriege beenden und Leben retten", fügte Cheung hinzu. Trump habe "das Herz eines Humanisten und es wird niemals jemanden wie ihn geben, der mit der bloßen Kraft seines Willens Berge versetzen kann".
Der US-Präsident hatte den Friedensnobelpreis in der Vergangenheit wiederholt für sich beansprucht. Der 79-Jährige behauptet, seit seiner Vereidigung im Januar mehrere Kriege beendet zu haben, was von Beobachtern als stark übertrieben eingeordnet wird. Am Donnerstag hatte Trump seine Forderung erneut bekräftigt: Mit seiner Vermittlung zu einer ersten Phase eines Waffenstillstands im Gazakrieg habe er nunmehr insgesamt acht Kriege beendet.
Das aus fünf Mitgliedern bestehende Nobelkomitee, das über die Vergabe entscheidet, hatte sich am Montag zu einer letzten Sitzung getroffen - und damit zwei Tage vor der Bekanntgabe einer Einigung über eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas sowie über die Freilassung der israelischen Geiseln im Gazastreifen.
Der Friedensnobelpreis wird am 10. Dezember bei einer Zeremonie in Oslo überreicht, dem Todestag von Preisstifter Alfred Nobel. In diesem Jahr waren 338 Personen und Organisationen für den Friedensnobelpreis nominiert. Im vergangenen Jahr wurde der Preis an die japanische Organisation Nihon Hidankyo verliehen, die sich für eine Welt ohne Atomwaffen einsetzt.
P.Sousa--PC