-
Neuköllner Linken-Politiker Ahmed Abed vertrat Ibrahim Ibrahim vor Gericht
-
Susanne Johna kündigt Kandidatur als BÄK-Präsidentin an
-
Die schnellsten Kampfpanzer der Welt: Von 80 km/h und dem Einfluss des Gewichts
-
Schüler des Heisenberg-Gymnasiums erforschen Enzymkinetik am KIT
-
Wetterexperten rechnen mit früherem Schnee als erwartet
-
Nicolas Feuz über KI-Kontroverse: Thélyson Orélien als Sündenbock der Literaturwelt
-
Finanznot in der Kinder- und Jugendmedizin: Ostschweizer Kinderspital nur dank Spenden im Plus
-
Kantonsregierung Zürich blockiert barrierefreie Querungen zugunsten des Autoverkehrs
-
Lando Norris holt Pole-Position im nassen Qualifying zum GP Brasilien
-
Arzt mit 20'000 Franken Lohn: So viel gibt die Familie pro Monat aus
-
Hartmut Graßl: Klimawandel erzwingt neues Zeitalter und US-Wahl als Wendepunkt
-
RB Leipzig lässt Stadionpublikum über die Pausenmusik abstimmen
-
Zolgensma: Novartis untersucht mögliche Verbindung zu Tumorfällen
-
Sarkopenie früh erkennen und Muskelkraft im Alter gezielt erhalten
-
Gesundheitskompetenz: Vier Schritte zu verlässlicheren Entscheidungen
-
KI verändert Softwaretests und erhöht den Bedarf an Qualitätssicherung
Finnlands Ex-Regierungschefin Marin beklagt Sexismus während ihrer Amtszeit
Die ehemalige finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin hat in ihren Memoiren sexistische Angriffe auf die weiblichen Mitglieder ihrer Regierung beklagt. Ihre Ministerinnen seien einer "ununterbrochenen Flut von Bedrohungen" im Internet ausgesetzt gewesen, schreibt Marin in dem am Dienstag veröffentlichten Buch. Ihr selbst seien so oft Vergewaltigungen und andere sexuelle Gewalttaten angedroht worden, "dass ich aufgehört habe zu zählen".
Marin war 2019 im Alter von 34 Jahren finnische Ministerpräsidentin geworden. Sie war bei ihrem Amtsantritt die jüngste Regierungschefin der Welt. Die Sozialdemokratin führte eine Mitte-links-Regierung an, in ihrem Kabinett saßen mehr Ministerinnen als Minister.
Ihr Alter und ihr Geschlecht hätten eine entscheidende Rolle dabei gespielt, wie sie und ihre Regierung damals behandelt worden seien, schreibt Marin in ihrem Buch. Ihr Kabinett wurde unter anderem als "Lippenstiftregierung" oder "Mädchenregierung" bezeichnet. "Unsere Fähigkeiten und unsere Führungsqualitäten wurden ständig in Frage gestellt, ohne dass auch nur der Versuch unternommen wurde, diese Anschuldigungen zu rechtfertigen", schreibt die Ex-Politikerin.
Obwohl Marin sehr populär war, wurde ihre Amtszeit auch immer wieder von Skandalen überschattet. Unter anderem sorgte ein in Online-Netzwerken verbreitetes Video von Marin für Aufregung, das die Ministerpräsidentin beim ausgelassenen Tanzen und Feiern mit Freunden und Prominenten zeigte. Die Bilder gingen damals um die Welt. Nach heftigen Diskussionen über das Verhalten von Staats- und Regierungschefs in ihrem Privatleben ließ sich Marin schließlich sogar auf einen Drogentest ein.
In Deutschland erscheint ihr Buch am Mittwoch unter dem Titel "Hope in Action - Die Zukunft gehört uns".
A.Aguiar--PC