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Schriftsteller Salman Rushdie spürte bei Attentat "Traurigkeit" statt Todesangst
Der bei einem Messerattentat schwer verletzte Autor Salman Rushdie hat im Moment des Angriffs keine Todesangst gehabt. "Ich weiß noch, wie ich dachte, oh, jetzt stirbst du", sagte der 78-jährige indisch-britische Schriftsteller der Wochenzeitung "Die Zeit" laut Mitteilung vom Donnerstag. Angst habe er in diesem Moment aber nicht verspürt, stattdessen "eine Art Traurigkeit".
"Ich spürte, mein Körper stirbt, und er nimmt mich mit", sagte Rushdie weiter. Ein 24-jähriger Mann hatte den Autor im August 2022 bei einer Kulturveranstaltung im US-Bundesstaat New York auf der Bühne mit einem Messer angegriffen, Rushdie ist seither auf einem Auge erblindet. Der Täter wurde für den Angriff inzwischen zu 25 Jahren Haft verurteilt.
Der islamisch regierte Iran hatte Rushdie schon 1988 wegen angeblicher Blasphemie in einem seiner Bücher mit einer Fatwa belegt - einer Art religiösem Urteil, das in islamistischen Kreise zur Rechtfertigung von Gewalttaten dienen kann und als Todesdrohung verstanden wird. Der Iran bestritt jegliche Verwicklung in das Attentat auf den Schriftsteller.
F.Cardoso--PC