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Opfer unter Drogen gesetzt? Sohn von Mette-Marit weist Vorwürfe zurück
Im Vergewaltigungsprozess gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit in Norwegen hat Marius Borg Hoiby Vorwürfe zurückgewiesen, dass er andere Menschen ohne deren Wissen unter Drogen gesetzt habe. Er habe "noch nie jemanden unter Drogen gesetzt - so weit ich weiß", sagte der 29-Jährige am Donnerstag vor Gericht. Zuvor hatte eine der von ihm mutmaßlich vergewaltigten Frauen die Überzeugung geäußert, dass ihr ohne ihr Wissen Drogen verabreicht worden waren.
Hoiby wirkte bei seiner Aussage am Donnerstag sehr nervös, spielte immer wieder mit seinem Armband. Seine Vernehmung hatte am Mittwoch begonnen, dabei gestand er ein Leben im Exzess mit "viel Sex, viel Drogen und viel Alkohol" ein. Grund dafür sei sein "extrem hohes Bedürfnis nach Anerkennung", sagte der 29-Jährige unter Tränen. Die gegen ihn erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe wies er zugleich zurück.
Vor der Befragung von Hoiby hatte eines seiner mutmaßlichen Opfer ausgesagt. Die Frau, deren Namen von den Medien nicht genannt werden darf, äußerte dabei die Überzeugung, dass ihr bei einer Party auf dem königlichen Anwesen Skaugum 2018 Drogen verabreicht worden waren. "Sehen Sie mein Gesicht: Es ist doch klar, dass ich völlig bewusstlos bin. Es sieht sogar so aus, als würde ich nicht atmen", sagte sie zu Aufnahmen der mutmaßlichen Vergewaltigung, die auf Hoibys Handy entdeckt worden waren.
Dem Sohn von Mette-Marit wird vorgeworfen, vier Frauen vergewaltigt und mehrere Ex-Freundinnen körperlich und psychisch misshandelt zu haben. Insgesamt umfasst die Anklage 38 Punkte, Hoiby drohen bis zu 16 Jahre Haft. Er ist der Sohn von Mette-Marit aus einer früheren Beziehung, bevor sie mit Kronprinz Haakon zusammenkam.
Die mutmaßlichen Vergewaltigungen fanden laut dem Eröffnungsplädoyer der Staatsanwaltschaft alle nach zunächst einvernehmlichem Geschlechtsverkehr statt - oft nach Abenden mit starkem Alkoholkonsum, an denen die Frauen nicht in der Lage gewesen seien, sich zu verteidigen. Die Verteidigung argumentiert dagegen, Hoiby habe "alle Handlungen als völlig normale und einvernehmliche sexuelle Beziehungen wahrgenommen".
X.Brito--PC