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Weltkriegsbombe in Kiel entschärft: Rund 5000 Menschen müssen Wohnungen verlassen
Wegen der Entschärfung einer Weltkriegsbombe haben in Kiel am Sonntag rund 5000 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen müssen. Experten machten den 250 Kilogramm schweren Sprengkörper gegen Mittag rund zwei Stunden nach Evakuierungsbeginn unschädlich, wie die Polizei in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt mitteilte. Er hatte demnach jahrzehntelang in etwa drei Metern Tiefe unentdeckt im Erdreich gelegen.
Rund um den Fundort wurde während der Entschärfung ein Sperrkreis mit einem Radius von einem Kilometer geräumt. Betroffen waren knapp 4800 Menschen aus fast 2900 Haushalten im Kieler Stadtteil Suchsdorf sowie weitere etwa 190 Haushalte mit rund 700 Bewohnern in der angrenzenden Gemeinde Kronshagen. Auch eine Bundesstraße lag innerhalb des Bereichs.
Eine Spezialfirma hatte Hinweise auf die US-amerikanische Fliegerbombe unter einer Grünfläche entdeckt und daraufhin den Kampfmittelräumdienst hinzugezogen, wie die Polizei mitteilte. Die Stadt richtete in einer Schule ein Aufenthaltszentrum für evakuierte Anwohner ein.
Wie viele andere deutsche Städte wurde Kiel im Zweiten Weltkrieg massiv aus der Luft bombardiert. Blindgänger sorgen bis heute häufiger für Einsätze.
X.Matos--PC