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Salvini scheitert mit Verleumdungsklage gegen Bestseller-Autor Saviano
Ein italienisches Gericht hat Bestseller-Autor Roberto Saviano von Verleumdungsvorwürfen des rechtsgerichteten Vize-Ministerpräsidenten Matteo Salvini freigesprochen. Die Richter hätten in ihrem Urteil am Donnerstag entschieden, dass Saviano mit einem Kommentar über Salvini im Internet nur sein "Recht auf politische Kritik in legaler Art und Weise ausgeübt" habe, sagte sein Anwalt Antonio Nobile am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.
Der Fall reicht ins Jahr 2018 zurück. Damals war Salvini Innenminister geworden und hatte vorgeschlagen, Saviano den Polizeischutz zu entziehen, weil dieser seine damalige Migrationspolitik kritisiert hatte. Seit seinem Bestseller "Gomorra" über die Praktiken der italienischen Mafia im Jahr 2006 wird Saviano streng geschützt.
Als Reaktion auf den Vorschlag hatte Saviano den damaligen Minister Salvini im Onlinedienst Facebook als "Minister der kriminellen Unterwelt" bezeichnet. Wegen dieses Kommentars hatte Salvini die Verleumdungsklage angestrengt, der entsprechende Prozess begann im Februar 2023.
2023 war Saviano zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er 2020 die damalige Oppositionspolitikerin und heutige Regierungschefin Italiens, Giorgia Meloni, "Bastard" genannt hatte.
Nogueira--PC