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Schauspieler Charly Hübner: Wende hat Menschen im Osten überrollt
Der Schauspieler Charly Hübner blickt mit gemischten Gefühlen auf das Ende der DDR zurück. Anfangs habe er die Wende in seiner mecklenburgischen Heimat nicht negativ wahrgenommen, "weil so viel fehlte – auch weil man ständig erzählt bekam, was alles fehlte", sagte der 49-Jährige der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" laut Mitteilung vom Mittwoch. Aber es sei dann auch ganz viel gekommen, "was keiner haben will - das überrollte die Leute."
Für viele sei ihr inneres Schritttempo ein anderes gewesen als das äußere. "Das ist ein Riss, eine Narbe", sagte Hübner weiter. Seinen Ausstieg aus dem Rostocker "Polizeiruf 110" nach fast zwölf Jahren bereue er nicht. Die Figur seines Kommissars Sascha Bukow "hat eine innere Komplexität und ist irgendwann an Grenzen gestoßen", sagte Hübner. "Wenn man das erkennt, zieht manch Spieler weiter."
P.L.Madureira--PC