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Adidas untersucht Vorwürfe des Fehlverhaltens gegen Kanye West
Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas leitet nach Vorwürfen des Fehlverhaltens gegen den Rapper Kanye West eine interne Untersuchung ein. Dies werde "unverzüglich" geschehen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Hintergrund sind Anschuldigungen, das Unternehmen habe während der Zusammenarbeit mit dem US-Rapper dessen unangemessenes Verhalten gegenüber Adidas-Beschäftigten ignoriert.
Laut einem Bericht des US-Magazins "Rolling Stone" soll Kanye West Adidas-Angestellten unter anderem pornografische Videos und Fotos gezeigt haben. Darunter sei auch ein intimes Foto seiner Ex-Frau Kim Kardashian gewesen. Laut "Rolling Stone" warfen ehemalige hochrangige Beschäftigte des Sportartikelherstellers der Chefetage in einem anonymen Schreiben vor, nicht "verantwortungsvoll" gehandelt und ihre Angestellten nicht ausreichend vor Kanye Wests "perversem Verhalten" geschützt zu haben.
Insbesondere Frauen hätten "jahrelange Beschimpfungen, vulgäre Tiraden und Mobbing-Angriffe" erlebt. Die Adidas-Führung habe ihren "moralischen Kompass" abgestellt und sowohl Kanye Wests Verhalten als auch die Beschwerden der Mitarbeiterinnen ignoriert, heißt es demnach in dem Schreiben.
"Es ist derzeit nicht klar, ob die in einem anonymen Schreiben erhobenen Vorwürfe zutreffen", teilte Adidas am Donnerstag mit. "Wir nehmen diese Vorwürfe jedoch sehr ernst und haben beschlossen, unverzüglich eine unabhängige Untersuchung der Angelegenheit einzuleiten, um die Vorwürfe zu klären."
Der Konzern hatte Ende Oktober mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit dem Rapper beendet, der wegen antisemitischer Äußerungen in der Kritik stand. Adidas stellte als Folge dieser Entscheidung die Produktion von Artikeln der Marke Yeezy ein und stoppte alle Zahlungen an Kanye West, der mittlerweile unter dem Künstlernamen Ye auftritt, und dessen Unternehmen.
A.S.Diogo--PC