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Politik
In der Debatte um Milliardendefizite in der Pflegeversicherung hat die Linkspartei Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) aufgefordert, Besserverdienende stärker in die Pflicht zu nehmen. Statt die "wirklich notwendigen grundlegenden Reformen anzugehen", wolle Warken "bei den Schwächsten kürzen", sagte Fraktionschef Sören Pellmann am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Nötig sei der Umbau des Systems zu einer Pflegevollversicherung, "die das Pflegerisiko voll auffängt" und in die alle einzahlten.
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem niederländischen Kreuzfahrtschiff "Hondius" macht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Evakuierung der noch rund 150 Menschen an Bord zur Chefsache. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus traf am Samstag in Spanien ein, um eine sichere Evakuierung zu beaufsichtigen. Laut WHO wurde mittlerweile in sechs von acht Verdachtsfällen eine Infektion mit dem von Mensch zu Mensch übertragbaren Andes-Virusstamm bestätigt. Zu den drei Todesopfern zählt eine Deutsche.
Politik
In Berlin erinnert seit Samstag eine Straße an den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU). Mit einer Festveranstaltung wurde die Hofjägerallee offiziell in Helmut-Kohl-Allee umbenannt, wie der Senat in der Bundeshauptstadt mitteilte. Die Straße im Ortsteil Tiergarten führt von Süden kommend auf die Siegessäule zu. Die Umbenennung geht auf einen Senatsbeschluss vom 30. September 2025 zurück. Zum 35. Jahrestag der Deutschen Einheit soll damit Kohls historische Leistung gewürdigt werden.
Technik
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Reise des slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico nach Moskau kritisiert, wo am Samstag die traditionelle Militärparade zum Jahrestag des Sieges der Roten Armee über Nazi-Deutschland stattfand. Ficos Sicht sei nicht die der anderen Staats- und Regierungschefs der EU, sagte Merz am Samstag bei einem Besuch in der schwedischen Hauptstadt Stockholm. Darüber werde noch zu reden sein, fügte er auf Englisch hinzu.
Sport
Der Erfolgslauf der deutschen Tischtennis-Spielerinnen bei der Mannschafts-WM in London hat im Halbfinale sein Ende genommen. Gegen den Olympiazweiten Japan verlor das Team um die Weltranglisten-Neunte Sabine Winter am Samstag mit 0:3, die Auswahl des DTTB verlässt die englische Hauptstadt mit Bronze - bei großen Tischtennis-Turnieren erhalten die Halbfinal-Verlierer eine Medaille, ein Spiel um Platz drei gibt es nicht. Japans Finalgegner wird am frühen Nachmittag im Duell des Topfavoriten China mit Rumänien ermittelt (13.30 Uhr/Dyn).
Politik
Vor der Militärparade auf dem Roten Platz hat der russische Präsident Wladimir Putin am Samstag den slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico im Kreml empfangen. "Ich weiß, dass es einige Schwierigkeiten mit Ihrer Reise nach Moskau gab. Aber das Wichtige ist, dass Sie hier sind", sagte Putin bei dem Treffen.
Die beiden Volksbegehren "Berlin autofrei" und "Berlin werbefrei" haben nicht die nötige Zahl der Unterschriften erlangt und sind gescheitert. Es seien 140.000 Unterschriften gesammelt worden, teilte die Initiative "Berlin autofrei" am Samstag mit. Nötig gewesen wären 175.000 Namen. Die Initiative "Berlin werbefrei" teilte auf ihrer Website ebenfalls mit, dass das Volksbegehren nicht zustande gekommen sei. Dort kamen rund 43.000 Unterschriften zusammen.
Wirtschaft
In der Diskussion um das Milliardendefizit bei der Pflegeversicherung hat der Vorsitzende der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, davor gewarnt, die Pflegebedürftigkeit von Kindern kleinzureden. Die Behauptung, pflegebedürftige Kinder seien mitverantwortlich für das Defizit, sei "Volksverdummung", sagte Brysch am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. "Schließlich sind nur rund zwei Prozent der sechs Millionen hilfsbedürftigen Menschen in dieser Altersgruppe."
Politik
Trotz der durch eine dreitägige Feuerpause abgewendeten Gefahr ukrainischer Angriffe hat Russland seine traditionelle Militärparade zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs am Samstag in deutlich bescheidenerem Umfang abgehalten als in den vergangenen Jahren. Kreml-Chef Wladimir Putin verglich den Kampf der russischen Armee gegen die Ukraine mit dem damaligen Krieg gegen Nazi-Deutschland. Der heutige Gegner seien "aggressive", "von der gesamten Nato" unterstützte Streitkräfte, sagte er in seiner Rede.
Politik
Der britische Premierminister Keir Starmer hat das Ergebnis seiner Labour-Partei bei den Regional- und Kommunalwahlen als "schmerzlich" bezeichnet, will aber dennoch "weder nach rechts oder links abbiegen". In einer Kolumne, die in der Nacht zu Samstag von der Tageszeitung "The Guardian" veröffentlicht wurde, schrieb Starmer, er werde "auf die Wähler hören" und den "Status quo ändern", der zur Frustration der Bürgerinnen und Bürger geführt habe. Einen Rücktritt lehnte er erneut ab.
Politik
Der Präsident des Deutschen Landkreistags hat die Bundesregierung angesichts der hohen Umfragewerte für die AfD eindringlich zur Zusammenarbeit aufgerufen. Das Erstarken der AfD habe "ganz viel mit der Enttäuschung der Wählerinnen und Wähler über die etablierten Parteien zu tun, die munter Dinge versprechen, aber sich dann extrem schwer tun, auch zu liefern", sagte Achim Brötel der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag.
Politik
Das Volksbegehren "Berlin autofrei" hat nicht die nötige Zahl der Unterschriften erlangt und ist gescheitert. Es seien 140.000 Unterschriften gesammelt worden, teilte die Initiative am Samstagmorgen mit. Nötig gewesen wären 175.000 Unterschriften. Zu den gesammelten kommen demnach noch Unterschriften aus Bezirksämtern, die endgültige Zahl will das Landeswahlamt am 22. Mai verkünden. Trotzdem zeigte sich die Initiative überzeugt, dass es nicht reicht und nahm das Ergebnis "mit Enttäuschung zur Kenntnis".
Politik
Auf dem Roten Platz in der russischen Hauptstadt Moskau hat am Samstag die traditionelle Militärparade zum Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs begonnen. Der Aufmarsch startete um kurz nach 10.00 Uhr Ortszeit (09.00 Uhr MESZ) mit einer Formation von Soldaten, die eine große russische Flagge auf den Platz trugen, wie im Staatsfernsehen zu sehen war.
Wirtschaft
Reisende sollen ab Sommer 2028 mit der Bahn von Berlin direkt bis in die norwegische Hauptstadt Oslo fahren können - über Hamburg, die dänische Hauptstadt Kopenhagen sowie Malmö und Göteborg in Schweden. "Wir bringen gleich drei Hauptstädte über die Schiene zusammen", sagt Michael Peterson, Fernverkehrsvorstand der Bahn, den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. Für die Direktverbindung wird die Deutsche Bahn mit den beiden Staatsbahnen in Norwegen und Dänemark zusammenarbeiten.
Sport
Die deutsche Basketball-Nationalspielerin Nyara Sabally hat bei ihrem Ligadebüt mit Toronto Tempo eine knappe Niederlage kassiert. Das neue Team der 26-Jährigen unterlag zum Auftakt der WNBA in eigener Halle den Washington Mystics mit 65:68. Sabally stand in der Startaufstellung, kam auf 8 Punkte und 6 Rebounds. Deutlich mehr Grund zur Freude hatte ihre ältere Schwester Satou Sabally - die allerdings am Freitagabend nicht mitwirkte: Ohne die Deutsche startete Titelkandidat New York Liberty mit einem lockeren 106:75 über Connecticut Sun in die 30. Saison der WNBA.
Sport
Die New York Knicks stehen in den NBA-Playoffs kurz vor dem Einzug in die Conference Finals. Das Team des Deutschen Ariel Hukporti gewann auch Spiel drei bei den Philadelphia 76ers mit 108:94 und führt in der Best-of-seven-Serie nun mit 3:0. Am Sonntag in Philadelphia winkt bereits der Sprung in die nächste Runde.
Politik
Am Tag der Parade zum Weltkriegsgedenken in Moskau beginnt eine von US-Präsident Donald Trump verkündete dreitägige Waffenruhe im Ukraine-Krieg. Russland und die Ukraine hätten eine Feuerpause von Samstag bis einschließlich Montag sowie den Austausch von jeweils tausend Kriegsgefangenen vereinbart, erklärte Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social. Kiew und Moskau bestätigten die Waffenruhe.
Sport
Alles ist angerichtet, der Champagner schon kaltgestellt - der FC Barcelona kann mit Trainer Hansi Flick am Sonntag zu Hause (21.00 Uhr/DAZN) vorzeitig die erfolgreiche Titelverteidigung in der spanischen Liga klar machen. Und das ausgerechnet im Clásico gegen den Erzrivalen Real Madrid. "Es wäre natürlich schon eine Backpfeife für Real, wenn Barca dort das Spiel für sich entscheiden und dann damit Meister werden würde", sagt DAZN-Experte Sami Khedira, der mit den Königlichen zwischen 2010 und 2015 sieben Titel holte.
Sport
Superstar Lionel Messi denkt trotz seines fortgeschrittenen Fußball-Alters noch lange nicht an ein Karriereende. "Ich liebe es, Fußball zu spielen, und ich werde es tun, bis ich nicht mehr kann", sagte der Argentinier in einem YouTube-Interview mit Gastgeber Pollo Alvarez. Seine Motivation sei weiterhin enorm: "Ich bin konkurrenzfähig. Ich mag es, alles zu gewinnen - ich lasse nicht einmal meinen Sohn bei Videospielen gewinnen." Der achtmalige Ballon-d'Or-Gewinner wird im Juni 39 Jahre alt.
Sport
Niko Kovac wollte sein Versprechen unbedingt halten - also sprach er sich kurzerhand mit Schiedsrichter Patrick Ittrich ab. "Pass auf: Du darfst nicht abpfeifen, bevor ich den Niki nicht gebracht habe", habe der Trainer von Borussia Dortmund dem Unparteiischen am Tag vor dem 3:2 (2:1) gegen Eintracht Frankfurt gesagt. Und der Plan ging auf: Der Niki, gemeint ist Niklas Süle, kam in seinem letzten Heimspiel für den BVB ab der 88. Minute nochmals zum Einsatz.
Sport
Ex-Nationaltorhüterin Almuth Schult hat Oliver Baumann in der Debatte um die Nummer eins im deutschen Tor bei der WM 2026 in Schutz genommen. "Es gibt einem nicht unbedingt Sicherheit, wenn das ganze Land darüber diskutiert, ob jemand anderes im Tor stehen sollte. Das bedeutet im Grunde, dass die Leute mit dir unzufrieden sind und das kann einem kein gutes Gefühl für eine Weltmeisterschaft geben", sagte Schult dem Nachrichtenportal t-online.
Wissenswertes
Ein Geistlicher in den USA hat seine Einweihungszeremonie für eine fast fünf Meter große goldene Statue von US-Präsident Donald Trump verteidigt, für die er heftig kritisiert worden war. Er sei "verblüfft" darüber, wie schnell einige Menschen das Standbild Trumps, das auf dessen Golfplatz in Florida aufgestellt wurde, mit einem "Goldenen Kalb" oder "Götzendienst" in Zusammenhang gebracht hätten, erklärte der evangelikale Pastor Mark Burns am Freitag im Onlinedienst X.
Politik
In Ungarn wird am Samstag (10.00 Uhr) der neue Regierungschef Peter Magyar vereidigt, der die Beziehungen seines Landes zur Europäischen Union deutlich verbessern will. Im neuen Parlament, das am Samstag zusammenkommt, hat Magyars konservative Tisza-Partei eine Zweidrittelmehrheit. Mit ihrem Wahlsieg Mitte April bereitete sie der langen Regierungszeit des pro-russischen Ministerpräsidenten Viktor Orban ein Ende. Im Wahlkampf hatte Magyar versprochen, gegen Korruption vorzugehen und öffentliche Dienstleistungen sowie das Gesundheitswesen zu verbessern.
Politik
Gut zwei Monate nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg stimmen Grüne und CDU am Samstag (10.30 Uhr) auf Landesparteitagen über den ausgehandelten Koalitionsvertrag ab. Die Grünen treffen sich Stuttgart, die CDU tagt in Korntal-Münchingen. Am Mittwoch stellten der designierte Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) und der CDU-Vorsitzende Manuel Hagel das Papier vor, das die Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft in den Mittelpunkt rückt.
Politik
Der katarische Regierungschef Mohammed bin Abdelrahman Al-Thani hat bei einem Treffen mit US-Vizepräsident JD Vance in Washington eine Wiederbelebung der diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs gefordert. Al-Thani habe bei dem Treffen betont, dass sich "alle Parteien an den laufenden Vermittlungsbemühungen beteiligen müssen, um den Weg zu ebnen für die Bekämpfung der Ursachen der Krise durch friedliche Mittel und Dialog", teilte das katarische Außenministerium am Freitag im Onlinedienst X mit.
Politik
US-Präsident Donald Trump hat eigenen Angaben zufolge noch am Freitagabend (Ortszeit) mit einer Antwort des Iran auf den jüngsten US-Vorschlag für ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs gerechnet. "Ich erhalte angeblich heute Abend einen Brief, also werden wir sehen, wie das läuft", sagte Trump am Freitag vor dem Weißen Haus zu Journalisten.
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem niederländischen Kreuzfahrtschiff im Atlantik mit drei Toten hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in sechs von acht Verdachtsfällen eine Infektionen mit dem Virus bestätigt. "Bis zum 8. Mai wurden insgesamt acht Fälle gemeldet, darunter drei Todesfälle", erklärte die WHO am Freitag. "Sechs Fälle wurden im Labor als Hantavirus-Infektionen bestätigt", hieß es weiter.
Politik
Die pro-iranische Hisbollah-Miliz hat am Freitag eigenen Angaben zufolge Raketen und Drohnen auf israelische Militärstützpunkte abgefeuert. Zunächst sei eine Militärbasis südlich der israelischen Küstenstadt Naharija getroffen worden, erklärte die Miliz. Später sei ein weiterer Stützpunkt im Norden mit einem Drohnen-Schwarm attackiert worden. Laut libanesischen Angaben wurden bei israelischen Angriffen mindestens elf Menschen getötet.
Sport
Albert Riera bleibt mindestens bis zum Saisonende der Fußball-Bundesliga Trainer von Eintracht Frankfurt. Das bestätigte Markus Krösche nach der 2:3 (1:2)-Niederlage am Freitagabend bei Borussia Dortmund. Der Sportvorstand der Hessen bejahte die Frage, ob der Spanier auch beim letzten Spiel gegen den VfB Stuttgart auf der Bank sitzt.
Sport
Eintracht Frankfurt hat das "Schicksalsspiel" für den angezählten Trainer Albert Riera verloren und muss um die Qualifikation für den Europacup fürchten. Die SGE unterlag in einem umkämpften Duell bei Borussia Dortmund 2:3 (1:2), was für den angezählten Coach zu wenig sein könnte. Sportvorstand Markus Krösche hatte zuletzt ein Bekenntnis zu Riera vermieden.
Politik
Der brüchige Waffenstillstand im Iran-Krieg ist am Freitag durch neue Kampfhandlungen erschüttert worden, während die Verhandlungen über ein Kriegsende zwischen Teheran und Washington weiterhin stockten: In der umkämpften Straße von Hormus machte die US-Armee eigenen Angaben zufolge zwei unter iranischer Flagge fahrende Frachter manövrierunfähig, während die iranische Nachrichtenagentur Fars "sporadische Kämpfe mit amerikanischen Schiffen" meldete. Bereits in der Nacht hatte es Gefechte in der Meerenge gegeben.
Politik
In Costa Rica hat die rechtsgerichtete Präsidentin Laura Fernández ihr Amt angetreten. Die 39-jährige Politologin und Ex-Ministerin legte am Freitag im Nationalstadion in der Hauptstadt San José ihren Amtseid für eine vierjährige Amtszeit ab. Aus diesem Anlass hatte die Regierung des zentralamerikanischen Landes einen Feiertag ausgerufen.