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BMW 7er und i7: 2026 mit Facelift
Die siebte Generation des BMW 7er präsentiert sich ab 2026 in einer umfassend überarbeiteten Form. Wir haben einen grafischen Ausblick als Foto geschaffen, ob dieser allerdings der Realität entspricht ist zumindest noch fraglich? Rund vier Jahre nach dem Debüt der Baureihe wird das Flaggschiff der Münchner einem sogenannten Life‑Cycle‑Impuls unterzogen, der weit mehr als kosmetische Änderungen bietet. Erste Erlkönige, die auf Testfahrten rund um den Nürburgring gesichtet wurden, lassen erkennen, dass BMW beim Design mutiger wird: Die markante Doppelniere bleibt zweigeteilt, wirkt dank horizontaler Stäbe aber niedriger und weniger wuchtig. Darüber hinaus werden die schmalen Tagfahrleuchten in filigranere Tagfahrlichtspangen umgestaltet. Das Heck erhält eine klarere, horizontale Lichtsignatur, die an das Design des 5er angelehnt ist. Vier trapezförmige Endrohre verraten, dass weiterhin kraftvolle Verbrennungsmotoren zum Einsatz kommen werden, während eine verlängerte Karosserievariante entbehrlich ist, da das aktuelle G70‑Modell bereits serienmäßig mit langem Radstand ausgeliefert wird.
Im Innenraum setzt BMW auf eine technologische Revolution und die hat es in sich. Das neue Panoramic‑iDrive – eine Weiterentwicklung des klassischen Head‑up‑Displays – projiziert fahrrelevante Informationen über die gesamte Breite der Windschutzscheibe und ersetzt damit weitgehend das herkömmliche Kombiinstrument. Der Fahrer bedient das System über ein zentrales Touch‑Display mit sogenannter Quick‑Select‑Logik und über eine neue Multifunktionseinheit am Lenkrad, deren Tasten haptisches Feedback liefern. Zusammen mit der optionalen 3D‑Projektion im Sichtfeld des Fahrers ermöglicht das System eine intuitive, ablenkungsarme Bedienung. Ein weiteres Highlight ist die Integration der Neuerungen aus der „Neuen Klasse“, die BMW ab 2025 sukzessive in allen Baureihen ausrollt. Dazu gehören eine stärker vernetzte Bordelektronik und leistungsfähigere Rechner, die Voraussetzung für neue Level‑3‑Assistenzsysteme schaffen. Ergänzende Sensorik in der Frontschürze deutet auf den Einsatz des Personal‑Pilot‑Systems hin, das zeitweise selbstständiges Fahren in definierten Situationen ermöglichen soll.
Beim Antriebsportfolio bleibt BMW seiner breiten Aufstellung treu und erweitert sie um Effizienzverbesserungen. Der bewährte Reihensechszylinder‑Diesel 740d xDrive leistet weiterhin rund 299 PS, wird aber durch ein 48‑Volt‑Mild‑Hybrid‑System unterstützt, das Verbrauch und Emissionen senken soll. Bei den Plug‑in‑Hybriden 750e xDrive und M760e xDrive steigt die elektrische Reichweite dank vergrößerter Batterie von derzeit gut 80 km auf rund 100 km und ermöglicht dem Fahrer längere Fahrten im reinen Elektromodus. Die Systemleistung steigt über 489 PS beziehungsweise 571 PS, wobei das Zusammenspiel aus Sechszylindermotor und E‑Maschine harmonischer abgestimmt werden soll. Darüber hinaus plant BMW, mit der Alpina‑Variante eine besonders exklusive Ausführung anzubieten, die zusätzliches Leistungspotenzial bereithält.
Als elektrisches Aushängeschild gilt weiterhin der i7. Neben den bekannten Varianten eDrive50 (455 PS), xDrive60 (544 PS) und M70 xDrive (659 PS) könnten ab dem Facelift neue Akkutechnologien aus der sechsten Generation des eDrive‑Systems Einzug halten. Diese verwenden zylindrische Batteriezellen und eine 800‑Volt‑Architektur, was höhere Ladeleistungen und eine gesteigerte Reichweite ermöglicht. Schon heute erreicht der i7 xDrive60 mehr als 600 km nach WLTP, das Topmodell M70 rund 560 km. Die neuen Akkus sollen diese Werte deutlich übertreffen, während DC‑Schnellladen in zehn Minuten über 100 km Reichweite nachladen kann. Das bedeutet einen sehr wichtigen Schritt in Richtung alltagstauglicher Elektromobilität, zumal BMW seinen Kunden weiterhin umfangreiche Ladepakete anbietet.
Der umfangreich modernisierte Innenraum und die weiterentwickelten Antriebe schlagen sich zwangsläufig im Preis nieder. Die aktuelle Modellgeneration startet bei 118 400 € für die Limousine mit Verbrennungsmotor, der i7 beginnt bei 115 900 €. Für das Facelift rechnet man mit einem Einstieg jenseits der 120 000‑Euro‑Marke. Dafür bekommen Käufer nicht nur ein Exterieur mit einer zeitgemäßeren Formensprache, sondern vor allem eine Luxuslimousine, die in Sachen Digitalisierung und Autonomie zu den fortschrittlichsten Fahrzeugen des Marktes zählt. Der Produktionsstart soll Ende 2025 erfolgen, die Markteinführung ist für den Sommer 2026 vorgesehen. BMW positioniert den 7er damit selbstbewusst gegenüber den Wettbewerbern aus Stuttgart und Ingolstadt und nutzt die Zeit, um die vollständige Ablösung durch die auf der „Neuen Klasse“ basierende Generation vorzubereiten.
Insgesamt markiert das Facelift des BMW 7er und des i7 einen wichtigen Schritt auf dem Weg in die volldigitale und emissionsärmere Zukunft der Marke, BMW ist und dies dürfte man auch in Stuttgart so sehen, die Ziel-Marke aller Klassen - was Style und Technologie angeht.
Mit einer geschärften Designsprache, hochinnovativer Bedienlogik, leistungsfähigen Antrieben und neuen halbautonomen Fahrfunktionen demonstriert der Hersteller, wie Luxus und Moderne im Oberklasse‑Segment zusammenspielen können. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie die Kunden auf die Mischung aus Tradition und technologischem Fortschritt reagieren – sicher ist jedoch, dass der 7er seine Rolle als technologisches Flaggschiff von BMW weiter ausbauen wird.