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Brände in Ostdeutschland: Feuer in der Gohrischheide in Sachsen noch nicht gebannt
Die Gefahr durch die Waldbrände an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg ist noch nicht gebannnt. In der Gohrischheide kämpften am Sonntag auf sächsischer Seite nach Angaben des Landkreises Meißen erneut hunderte Einsatzkräfte gegen die Flammen und für den Schutz von Ortschaften. Auch vier Löschhubschrauber von Bundeswehr, Bundespolizei und Landespolizei waren im Einsatz.
Im Landschaftsschutzgebiet Gohrischheide brennt es den Behörden zufolge mittlerweile auf insgesamt rund 2100 Hektar. Seit Dienstag kämpfen die Einsatzkräfte dort gegen die Flammen. Vor allem die Lage auf sächsischer Seite bleibt angespannt. Immer wieder flammten Brandherde auf.
In der evakuierten Ortschaft Jacobsthal schufen die Helfer mit Planierraupen und weiterer schwerer Technik zusätzliche Schutzstreifen um die Wohnhäuser. Die Lage dort war am Sonntagnachmittag demnach "stabil". Die Bundeswehr sicherte mit Bergepanzern die Kaserne Zeithain gegen das Feuer.
Nach Angaben des Landratsamts Meißen waren am Sonntag erneut mehr als 550 Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Bundeswehr, Polizei und weiteren Organisationen mit bis zu 140 Fahrzeugen bei der Brandbekämpfung im Einsatz. Neben den Löschhubschraubern unterstützten Helfer aus Sachsen-Anhalt und ein Löschroboter aus Brandenburg den Einsatz.
Zu schaffen macht den Helfern der immer wieder auffrischende oder sich drehende Wind. Erschwert werden die Löscharbeiten zudem durch die Munitionsbelastung des Gebiets, in dem sich früher Truppenübungsplätze befanden. Deshalb kann zum Beispiel aus Sicherheitsgründen teilweise nur aus Fahrzeugen heraus gelöscht werden und nicht mit Einsatzkräften am Boden.
Auf Brandenburger Seite der Gohrischheide ist die Lage hingegen weitgehend entspannt. Ein Überspringen des Feuers konnte bislang verhindert werden. In einem weiteren Brandgebiet bei Gösselsdorf im thüringischen Landkreis Saalfeld-Rudolstadt konnten die Feuerwehren eine Ausbreitung vorerst verhindern. Der Landkreis berichtete am Sonntag, es geben "leichte Entspannung", nachdem am Samstag erneut drei Hubschrauber und mehr als 600 Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung unterstützten. Ab Montag soll die Zahl der Einsatzkräfte heruntergefahren werden.
A.Motta--PC