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Venezuela: Keiner der von USA nach El Salvador gebrachten Männer war Gang-Mitglied
Gut zwei Wochen nach der umstrittenen Abschiebung von 252 Venezolanern aus den USA in ein Hochsicherheitsgefängnis in El Salvador hat die Regierung in Caracas die Begründung Washingtons für die Aktion als "Lügen" zurückgewiesen. Keiner der betroffenen Männer sei Mitglied der kriminellen Organisation Tren de Aragua, sagte am Montag Innenminister Diosdado Cabello vor Journalisten. Dies habe eine genaue Untersuchung der Vorwürfe ergeben.
Die Angaben aus Washington, dass die 252 Venezolaner Mitglieder von Tren de Aragua seien, seien "Lügen, große Lügen", sagte Cabello. Nur gegen 20 Abgeschobene gebe es überhaupt eine Justizakte - und nur gegen sieben von ihnen wegen "schwerer Vergehen". Aber "niemand von ihnen steht in Verbindung mit Tren de Aragua", betonte der Minister.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte im März 252 Venezolaner nach El Salvador abgeschoben, denen sie vorwarf, Tren de Aragua anzugehören. Die Migranten wurden in dem zentralamerikanischen Land im berüchtigten Hochsicherheitsgefängnis Cecot inhaftiert. Trump bezog sich bei diesem umstrittenen Vorgehen ohne Gerichtsverfahren auf ein Gesetz aus dem Jahr 1798 über "ausländische Feinde".
Nach monatelanger Inhaftierung wurden die Männer vor gut zwei Wochen im Rahmen eines Gefangenenaustausch zwischen Caracas und Washington nach Venezuela zurückgebracht.
H.Portela--PC