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Prozess gegen mutmaßliche IS-Rückkehrerin in niedersächsischem Celle gestartet
Vor dem Oberlandesgericht im niedersächsischen Celle muss sich seit Mittwoch eine 33 Jahre alte mutmaßliche IS-Rückkehrerin verantworten. Zum Prozessbeginn wurde nach Angaben eines Gerichtssprechers die Anklage verlesen. Die Generalstaatsanwaltschaft Celle wirft der 33-Jährigen Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) vor. Sie soll von Deutschland nach Syrien gereist sein und sich dort spätestens im Jahr 2015 dem IS angeschlossen haben.
Ihr Ehemann soll demnach als Scharia-Richter und IS-Kämpfer tätig gewesen sein. Die Angeklagte habe ihn dabei unterstützt und den gemeinsamen Haushalt geführt, so der Anklagevorwurf. Im Januar 2017 soll sie dann nach Deutschland zurückgekehrt sein.
Die Angeklagte muss sich vor einem Staatsschutzsenat verantworten, der IS wird als ausländische terroristische Vereinigung eingestuft. Weil sie während ihrer mutmaßlichen IS-Mitgliedschaft in Syrien ihre beiden Kinder aus Deutschland bei sich hatte, wird ihr auch eine Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht vorgeworfen.
Die Angeklagte befindet sich auf freiem Fuß. Das Gericht setzte zunächst Verhandlungstage bis Mitte September fest.
F.Carias--PC