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Zwei Tote und ein Verletzter durch Schüsse auf Gebäude der US-Einwanderungsbehörde
Bei einem Schusswaffenangriff auf ein Abschiebezentrum der US-Einwanderungsbehörde ICE in Dallas im Bundesstaat Texas sind am Mittwoch zwei Insassen getötet und ein weiterer verletzt worden. Der mutmaßliche Schütze habe vom Dach eines Nachbargebäudes das Feuer eröffnet und sich anschließend das Leben genommen, teilte das US-Heimatschutzministerium mit.
Joe Rothrock von der US-Bundespolizei FBI sagte bei einer Pressekonferenz, die Ermittlungen richteten sich gegen einen "Akt gezielter Gewalt". "Erste Hinweise, die wir auf Patronen in der Nähe des mutmaßlichen Schützen gefunden haben, enthalten Botschaften ICE-feindlicher Natur", sagte Rothrock.
Die Einwanderungsbehörde ICE ist zuständig für die rigorose Umsetzung der umstrittenen Politik von US-Präsident Donald Trump, Millionen Migranten ohne Papiere aus den USA auszuweisen.
FBI-Chef Kash Patel veröffentlichte im Onlinedienst X ein Foto von fünf unbenutzten Kugeln, von denen eine die Aufschrift "Anti-ICE" trägt. Er kritisierte "abscheuliche, politisch motivierte Angriffe gegen Sicherheitskräfte".
US-Heimatschutzministerin Kristi Noem und US-Vizepräsident JD Vance verurteilten den Angriff. "ICE-Sicherheitskräfte sind mit beispielloser Gewalt konfrontiert", erklärte Noem auf X. "Das muss aufhören." Vance forderte ebenfalls auf X, der "obsessive Angriff auf Strafverfolgungsbehörden, besonders ICE", müsse aufhören.
Der republikanische Gouverneur von Texas, Ted Cruz, sagte bei einer Pressekonferenz, bei dem Angriff in Dallas handele es sich um "den dritten Schusswaffenangriff" auf die ICE oder die Grenzschutzbehörde in seinem Bundesstaat.
Am 4. Juli war bei einem Angriff auf ein Abschiebezentrum der ICE in der Nähe von Dallas ein Polizist am Hals verletzt worden. Nach Angaben der Behörden handelte es sich um mehrere Angreifer, einer von ihnen feuerte demnach 20 bis 30 Kugeln auf unbewaffnete Strafvollzugsbeamten ab. Mehrere Waffen, schusssichere Westen und Funkgeräte, seien später gefunden worden. Zehn Menschen wurden angeklagt.
Der Strafanzeige zufolge trugen die Angreifer schwarze Militärkleidung, zündeten Feuerwerkskörper und sprühten Worte wie "Verräter" und "ICE-Schwein" auf Fahrzeuge.
Ebenfalls Anfang Juli eröffnete ein Mann mit einem Sturmgewehr das Feuer auf eine Einrichtung des US-Grenzschutzes in McAllen, Texas. Der 27-Jährige gab Dutzende Schüsse auf den Eingang eines Gebäudes ab, bevor er getötet wurde. Zwei Polizisten und ein Grenzschützer wurden verletzt.
Die ICE steht im Mittelpunkt der harten Abschiebepolitik des US-Präsidenten. Der Einsatz schwer bewaffneter, maskierter Beamter bei Razzien an öffentlichen Orten gegen mutmaßlich illegale Einwanderer hat eine scharfe Debatte in den USA ausgelöst.
Nachdem Razzien der ICE gegen Migranten in der US-Metropole Los Angeles Proteste ausgelöst hatten, hatte Trump die Nationalgarde und US-Marines in die kalifornische Stadt geschickt.
T.Resende--PC