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Erdrutsche und Überschwemmungen zerstören Darjeeling-Teeplantagen in Indien
Erdrutsche und Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen haben schwere Zerstörungen auf den Teeplantagen in der indischen Darjeeling-Region angerichtet. Etwa fünf Prozent der berühmten Teegärten sind vernichtet, wie Rajkumar Mondal vom regionalen Tee-Anbauverband am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP sagte.
Mehr als 950 Hektar Teeplantagen im Hügelland von Darjeeling hätten "dramatische Verluste durch Überschwemmungen" erlitten, sagt Mondal. Er sprach von einem "schweren Schlag für die Teegärten".
Der in der Darjeeling-Region angebaute Tee ist durch eine geografische Herkunftsbezeichnung geschützt und von besonders hoher Qualität. Pro Jahr werden in Darjeeling auf etwa 17.500 Hektar insgesamt rund 10.000 Tonnen Tee produziert.
Laut Mondal waren in Darjeeling am Wochenende mehr als 260 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. "Es war unglaublich. So eine Katastrophe habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht mitangesehen", sagte der Chef des Tee-Anbauverbands. Noch dazu habe sich das Unwetter direkt vor der Ernte der feinen jungen Teespitzen, dem "new flush" ereignet.
Die menschengemachte Erderwärmung führt nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern zu häufigeren und heftigeren Extremwetterereignissen wie Stürmen und Überschwemmungen. Die Auswirkungen belasten nach Angaben des indischen Tee-Anbauverbands auch die Teeproduktion - steigende Temperaturen und häufige Unwetter haben Folgen für den Ertrag und die Qualität. Zudem breiten sich neue Pflanzenschädlinge und -Krankheiten aus.
Die indische Teeindustrie beschäftigt mehr als eine Million Menschen direkt und eine weitere Million indirekt. Das Land ist der zweitgrößte Tee-Produzent der Welt und der drittgrößte Exporteur von schwarzem Tee. Im vergangenen Jahr wurden knapp 255.000 Tonnen ins Ausland verschifft.
P.L.Madureira--PC