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Indonesien verhängt zehnjährige Einreisesperre gegen Pornodarstellerin
Wegen "Verstoßes gegen örtliche kulturelle Werte" hat Indonesien eine zehnjährige Einreisesperre gegen eine britische Pornodarstellerin verhängt. Die unter dem Künstlernamen Bonnie Blue aktive Tia Billinger produziere Inhalte, die nicht mit dem von der Regierung angestrebten "Image des Qualitätstourismus" und den Gepflogenheiten vor Ort vereinbar seien, erklärte die indonesische Einwanderungsbehörde am Montag zur Begründung.
Die 26-Jährige war Anfang des Monats gemeinsam mit drei Männern auf der Urlaubsinsel Bali wegen Verdachts auf die Herstellung von Pornovideos festgenommen und abgeschoben worden. Laut Einwanderungsbehörde wollten sie kommerzielle "Inhalte produzieren, die die öffentlich Ordnung stören könnten".
In Indonesien ist die Herstellung von pornografischem Material streng verboten. Auf Verstöße stehen bis zu zwölf Jahre Gefängnis und hohe Geldstrafen. Auf Bali gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Ärger wegen ausländischer Touristen, die keine Rücksicht auf örtliche Sitten und Empfindlichkeiten nahmen und beispielsweise nackt an heiligen Stätten posierten. Mehrfach wurden westliche Influencer abgeschoben.
E.Paulino--PC