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Auto prallt in Gießen in Haltestelle - Erkrankung des Fahrers möglicherweise Ursache
Nachdem in Gießen ein Auto in eine Bushaltestelle gerast ist und vier Menschen verletzt hat, ermittelt das Landeskriminalamt in alle Richtungen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand sei es möglich, dass eine Erkrankung die Ursache für das Verhalten des Fahrers sei, erklärte Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) am Montagabend. "Ein politisches oder gar terroristisches Motiv erscheint zum gegenwärtigen Zeitpunkt eher unwahrscheinlich", fügte er hinzu.
Wie die Polizei am Montagabend mitteilte, ereignete sich der Vorfall gegen 16.30 Uhr. Demnach prallte der Fahrer eines Audi zunächst mit zwei in gleicher Richtung fahrenden Autos zusammen, fuhr anschließend weiter und prallte dann an einer Bushaltestelle mit den Menschen zusammen. Vier Menschen wurden verletzt, einer davon schwer.
Laut Polizei setzte der Mann seine Fahrt zunächst fort, stoppte dann und wurde schließlich von der Polizei festgenommen. Er sei 32 Jahre alt, lebe in Gießen und stamme aus Aserbaidschan, teilte die Polizei weiter mit. Die genauen Umstände seien noch unklar, Hessens Landeskriminalamt habe in dem Fall die Ermittlungen übernommen. Die Polizei suchte nach Zeugen.
Landesinnenminister Poseck schrieb am Abend in seiner Erklärung von einem "tragischen Vorfall". Die schwerverletzte Person sei noch nicht außer Lebensgefahr und werde derzeit in einem Krankenhaus behandelt.
Die Landesregierung spreche "allen Verletzten und ihren Angehörigen ihr tief empfundenes Mitgefühl aus", fügte er hinzu. Ihre Gedanken seien insbesondere bei der schwer verletzten Person.
R.J.Fidalgo--PC