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Pflegerin soll in Hessen Messgeräte von Patienten abgestellt haben - Festnahme
Ermittler haben in Hessen eine Pflegerin festgenommen, die Messgeräte von Wachkomapatienten abgestellt haben soll. Ihr werden versuchter Mord in drei Fällen und Körperverletzung vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Dienstag mitteilte. Die Frau war Pflegerin auf einer Wachkomastation eines Altenheims im Main-Taunus-Kreis. Wegen des Zustands der Patienten mussten ihre Vitalfunktionen konstant über ein Messgerät überwacht werden.
Die Frau soll dieses Gerät bei drei Patienten in mindestens zwei Nachtdiensten im Februar 2025 entfernt haben, um während ihrer Dienstzeit nicht durch akustische Warnsignale gestört zu werden. Damit soll sie den Tod der Betroffenen in Kauf genommen haben, denn die Reduzierung der Sauerstoffsättigung im Blut oder Schleim in den Bronchien wurde dadurch nicht mehr angezeigt.
In einem Fall habe das Entfernen des Geräts zu einem lebensbedrohlichen Zustand geführt. Auch in den beiden anderen Fällen hätte Lebensgefahr bestehen können. In einem ihrer folgenden Nachtdienste habe die Pflegeheimleitung die Station unangekündigt besucht. Bei zwei Patienten auf ihrer Station seien die Messgeräte abgeschaltet gewesen. Ihre Sauerstoffsättigung sei bereits unter dem Normalwert gewesen. Die Staatsanwaltschaft ordnete ein vorläufiges Berufsverbot gegen die Frau an.
A.F.Rosado--PC