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Obama warnt nach tödlichen Polizeischüssen in Minneapolis vor Angriff auf US-Werte
Der frühere US-Präsident Barack Obama hat die tödlichen Polizeischüsse auf einen 37-Jährigen in der US-Großstadt Minneapolis verurteilt. "Die Tötung von Alex Pretti ist eine herzzerreißende Tragödie", schrieben Obama und seine Ehefrau Michelle am Sonntag in einer gemeinsamen Erklärung. "Sie sollte auch ein Weckruf für jeden Amerikaner unabhängig von Parteizugehörigkeit sein, dass viele unserer zentralen Werte als Nation zunehmend angegriffen werden."
Beamte des US-Grenzschutzes (US Border Patrol) hatten am Samstag in Minneapolis am Rande einer Abschiebe-Razzia den 37-jährigen Krankenpfleger Alex Pretti erschossen. Das Heimatschutzministerium sprach von "Abwehrschüssen" eines Bundesbeamten, weil Pretti sich den Polizisten mit einer Pistole genähert und sich seiner Entwaffnung "gewaltsam widersetzt" habe. Videoaufnahmen von dem Vorfall lassen aber erhebliche Zweifel an dieser Schilderung aufkommen.
Prettis Tod löste wütende Proteste aus. Politiker der Demokratischen Partei forderten eine umfassende Untersuchung der tödlichen Polizeischüsse. Zugleich forderten sie ein Ende der von US-Präsident Donald Trump angeordneten Abschiebe-Razzien in Minneapolis, bei denen der Grenzschutz mit der Einwanderungspolizei ICE zusammenarbeitet.
P.Cavaco--PC