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Prozess gegen italienische Staatsdiener wegen Schiffbruchs mit dutzenden toten Migranten
Knapp drei Jahre nach einem Bootsunglück mit dutzenden toten Migranten beginnt am Freitag im süditalienischen Crotone der Strafprozess gegen vier Mitglieder der auch für den Grenzschutz zuständigen italienischen Finanzpolizei und zwei Angehörige der Küstenwache. Den Angeklagten wird unter anderem fahrlässige Tötung vorgeworfen, weil sie nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht rechtzeitig auf die Notlage des Bootes reagiert haben.
Bei dem Untergang des Schiffes mit rund 175 Migranten an Bord im Februar 2023 vor der Küste nahe Cutro in der süditalienischen Region Kalabrien waren 94 Menschen ertrunken, darunter viele Kinder. Weitere gelten als vermisst. Es handelte es sich um eines der schwersten Unglücke dieser Art vor der italienischen Küste.
A.F.Rosado--PC